Auf Augenhöhe: Schüler werden Medienscouts

Medienzentrums-Leiter Dietmar Kampmann (links) und Rainer Neuwald vom Stadtbetrieb Schulen bei der Vorstellung des Projekts Medienscouts.
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Cybermobbing, Gewaltvideos, urheberrechtlich geschützte Fotos auf der eigenen Homepage oder illegale Film- und Musikdownloads: Die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen hat nicht nur positive und kommunikative, sondern auch problematische Seiten.
Hilfe kann da kompetente Beratung auf Augenhöhe bieten.

Deshalb hat sich das Medienzentrum der Stadt, unterstützt vom Kompetenzteam für Lehrerfortbildung Bergisches Land, um ein Projekt der Landesanstalt für Medien (LfM) beworben.

 

Als eine von insgesamt 20 NRW-Kommunen und als einzige im Bergischen Land hat Wuppertal jetzt den Zuschlag und damit die Möglichkeit bekommen, so genannte Medienscouts auszubilden. Schulformübergreifend werden in zehn Schulen jeweils vier Schüler und zwei Lehrer durch qualifizierte Referenten zu Medienscouts ausgebildet.

 

Der Ansatz der "Peer-Education" von Gleichaltrigen zu Gleichaltrigen ist hierbei besonders wichtig: Junge Menschen lernen lieber von Gleichaltrigen als von Erwachsenen, andererseits können die Medienscouts Gleichaltrige wegen ihres ähnlichen Mediennutzungsverhaltens zielgruppengerecht "auf Augenhöhe" aufklären.

 

Um bei hochproblematischen Themenbereichen wie Suizid-Androhungen, Abhängigkeits-Problematiken oder schwerwiegenden psychischen Störungen erwachsene Experten hinzuziehen zu können, erhalten pro Schule zwei Beratungslehrer ebenfalls entsprechende Fortbildungen. Außerdem stehen zusätzlich Experten der LfM zur Verfügung.

Logo des Projekts Medienscouts
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40 Schüler, 20 Lehrer

Das erlernte Wissen sollen die Medienscouts zum Beispiel in Wahlpflichtkursen oder Arbeitsgemeinschaften, in freien Angeboten während der Pausen, nach der Schule oder bei Bedarf weitergeben.

 

Im Laufe des restlichen Jahres werden die Schüler und Beratungslehrer in vier ein- bis zweitägigen Qualifizierungsworkshops in den Themenbereichen "Internet und Sicherheit" (23./24. September), "Soziale Netzwerke" (6. November), "Computerspiele" (27. November) und "Handy" (Termin noch offen) ausgebildet.

 

Auch die wichtigen Bereiche "Kommunikationstraining", "Beratungskompetenz" und "Soziales Lernen" nehmen dabei einen großen Stellenwert ein. Die insgesamt 40 Wuppertaler Schüler und 20 Beratungslehrer kommen aus vier Gymnasien, vier Gesamtschulen, einer Real- und einer Hauptschule. Diese hatten sich beim Medienzentrum beworben und die entsprechenden Schüler empfohlen.

 

Die Veranstaltungen finden in den Tagungsräumen des Medienzentrums und der Bergischen Volkshochschulen in der Auer Schulstraße 20 statt.

14.08.2013
 

medienscouts

Diese Schulen nehmen teil:

Gymnasium Vohwinkel

Carl-Fuhlrott-Gymnasium

Gesamtschule Else Lasker-Schüler

Gesamtschule Langerfeld

Erich-Fried-Gesamtschule

Bernhard-Letterhaus-Schule / Hauptschule

Friedrich-Bayer-Realschule

Erzbischöfliche St. Anna Schule / Gymnasium

Gymnasium Sedanstraße

Gesamtschule Barmen
 
 

Mehr Infos

Zur Internetseite des NRW-weiten Projekts geht es