Mit Fallschutz: Parkourläufer bekommen neue Trainingsfläche

Salto vor Bauzaun: Ein Parkourläufer und späterer Nutzer der Fläche zeigt einen Überschlag in der Luft, im Hintergrund sind die Arbeiten am zukünftigen Gelände zu sehen.
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Die Bagger rollen: Seit Montag, 29. Juli, baut die Stadt neben dem historischen Bahnhof Wichlinghausen an der Nordbahntrasse eine neue "Parkourarea". Entstehen wird die wohl größte und vielfältigste Trainingsanlage für Parkour in Deutschland.

Parkour ist eine moderne Sportart, bei der versucht wird, Hindernisse schnell und effektiv zu überwinden. Die Sportler laufen, klettern, schwingen, springen oder rollen dabei unter anderem über Dächer, Mauern und Geländer.

 

Seit Frühjahr 2012 liefen bei den zuständigen Fachleuten des städtischen Ressorts Grünflächen und Forsten die Planungen für die Fläche. Im Dezember 2012 gab es dann ein Treffen mit den zukünftigen Nutzern, um diese an der Planung zu beteiligen, und am heutigen Montag startete der Bau der Anlage.

 

Finanziert wird das 400.000 Euro teure Projekt zu 80 Prozent aus Mitteln des Bund-Länder Programms "Soziale Stadt" und der Förderrichtlinien Stadterneuerung des Landes NRW.

 

Das neue Gelände befindet sich in der Nähe der Skatehalle Wicked Woods und bietet der stark wachsenden Szene der Parkourläufer eine eigene Übungsfläche. Ziel ist es auch, Einsteiger an die moderne Sportart heranzuführen. Wicked Woods, die neugegründete Skate-Union und die Traceure, so nennen sich die Parkourläufer offiziell, wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten.

 

Die "Parkourarea" bekommt zwei Zugänge, einer ist mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Die Hindernisse, wie Betonwände und Poller, sind bis zu drei Meter hoch und auf dem Boden von einem Fallschutz aus Kunststoff umgeben. Die Anlage ist ganzjährig nutzbar. Das Gelände kann später auch von Schülern für den Sportunterricht des Schulzentrums Ost genutzt werden.

 

Die offizielle Eröffnung ist für den 11. Oktober geplant.

30.07.2013
 

Grafik

Neues "Parkourarea"

 

Gefördert von

NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr
 

Gefördert von

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung