Mit Siegel: VHS und Medienzentrum sind barrierefrei

Außenaufnahme der VHS und des Medienzentrums
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Nach dem Opernhaus und der Schwimmoper ist das dritte städtische Gebäude in Wuppertal mit einem Siegel für Barrierefreiheit vom Sozialverband VdK ausgezeichnet worden: Die Auer Schulstraße 20, in der die Bergische VHS und das Medienzentrum untergebracht sind, wurde umfangreich saniert. Dabei hat das städtische Gebäudemanagement in enger Abstimmung mit der Behindertenvertretung der Stadt Wuppertal zahlreiche Baumaßnahmen durchgeführt, die der Barrierefreiheit dienen. Dazu gehören beispielsweise Markierungen und Beschriftungen, die durch ihre starken Kontraste von Sehbehinderten besser wahrgenommen und durch Erhebungen und Vorwölbungen auch ertastet werden können. Behindertenparkplätze und eine Bordsteinabsenkung vor dem Haus erleichtern den Zugang.
Plakette
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Den Sozialverband VdK haben die Umbaumaßnahmen überzeugt. "Unser Dank dem Bauherrn" steht deshalb auf der Plakette, die der Bergischen VHS und dem Medienzentrum die Barrierefreiheit bescheinigt und die heute von Bürgermeister Jan Phillip Kühme und Heike Herrig vom VdK enthüllt wurde.

Außerdem überreichte Heike Herrig eine Urkunde, die Bürgermeister Kühme für die Stadt Wuppertal in Empfang nahm. "Die Stadt hat sich in besonderer Weise für die Interessen behinderter Menschen stark gemacht", begründete Herrig die Auszeichnung.

 

Kühme dankte und gab das Lob an das Gebäudemanagement (GMW) weiter. "In enger Abstimmung mit der Behindertenbeauftragten der Stadt und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen ist hier bei der notwendigen Sanierung der Gebäudesubstanz auf die Interessen behinderter Menschen eingegangen worden."

 

Gleichzeitig sorgen die breiteren Zugänge und die beiden zusätzlich eingebauten Aufzüge dafür, dass die oftmals sperrige Medientechnik des Medienzentrums viel einfacher zum Auto transportiert werden kann.

Die Gesamtkosten der Umbaumaßnahmen belaufen sich auf 9,3 Mio. Euro. Der Betrieb der städtischen Einrichtungen konnte während der Bauzeit stets aufrecht erhalten bleiben. Denn durch die Schließung des Fuhlrott-Museums standen Räume zur Verfügung, die während der Bauarbeiten als Ausweichquartiere genutzt wurden.

 

Doch die Stadt plant noch mehr: Im kommenden Jahr beginnt der Umbau des Fuhlrott-Museums, denn hier soll zukünftig das Jugendamt einziehen. Und natürlich sind in die derzeit laufenden Planungen die Behindertenbeauftragte der Stadt und der Beirat für Menschen mit Behinderungen eingebunden. Letzterer tagte übrigens gleich im Anschluss an den offiziellen Termin im Gebäude.

02.10.2013