Bergischer Ausbildungspreis

Der Bergische Ausbildungspreis wurde am Deinstag, 10. September in Solingen verlihen. Die drei Preisträger aus Solingen, zwei aus Remscheid und vier aus Wuppertal stellten einmal mehr unter Beweis: Das Thema Ausbildung nehmen die bergischen Unternehmen ernst.

Jungen Menschen den Weg vom schulischen ins berufliche Leben zu ebnen sei eine Gemeinschaftsaufgabe, sagte Oberbürgermeister Norbert Feith als Gastgeber in seinem Grußwort. 

Der Bergische Ausbildungspreis sei daher ein gutes gemeinsames Projekt, um das Thema Ausbildung nachhaltig ins Bewusstsein zu rufen. Gemeinsam mit Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung und Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding hat er auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen.

 

Der Bergische Ausbildungspreis wird an Unternehmen verliehen, die sich über das übliche Maß hinaus um Ausbildung in ihrem Betrieb bemühen. Er wird in drei Kategorien vergeben: Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, bis 250 Mitarbeiter und über 250 Mitarbeiter. Auch in diesem Jahr gab es keine Drittplatzierten, sondern neben dem jeweils Erstplatzierten zwei weitere Preisträger auf dem zweiten Platz.

Traditionell wird die Laudatio von den Preisträgern aus dem Vorjahr gehalten.

bis 50 Beschäftigte

Eckardt Saueressig, Geschäftsführer der WST Welding Specialists Team GmbH, blickte in seiner Laudatio für den Sieger in der Kategorie bis 50 Beschäftigte zurück: "Es ist ein gutes Gefühl, ein richtig gutes Gefühl für das ganze Team, diesen Preis zu erhalten."

Daniel Krebs, Geschäftsführer des Siegerunternehmens Ernst Krebs KG aus Solingen, sieht den Preis, um den man sich spontan beworben hatte, aber auch als Werbung: "Wir bekommen immer weniger Bewerber, dabei bieten wir eine gute Ausbildung, doch das ist bei den jungen Leuten wenig bekannt." Seit über 40 Jahren bildet man hier aus, ergänzt durch interne und externe Schulungen, Nachhilfe oder auch Sprachunterricht. Den Platz auf der zweiten Stufe des Siegertreppchens teilten sich in dieser Kategorie die Vollkornbäckerei Myska aus Wuppertal und das Restaurant Concordia Heldmann's aus Remscheid.

bis 250 Mitarbeiter

Vermittlung traditionellen Handwerks Jan-Peter Coblenz, Geschäftsführer der Brangs + Heinrich GmbH, konnte bei dem Sieger in der Kategorie bis 250 Mitarbeitern nicht nur auf die Vermittlung traditionellen Handwerks verweisen, sondern dass man dort fast ausschließlich auf Auszubildende von Haupt- und Sonderschulen setzt. Die gute Betreuung der jungen Leute hat dazu geführt, dass es seit zehn Jahren keine Lehrabbrüche mehr gab. Auch in dieser Kategorie hat das Rennen ein Solinger Unternehmen gemacht und das stand bereits 2010 ganz oben: Robert Herder GmbH & Co. KG - Windmühlenmesser-Manufactur.
Ein Beweis dafür, dass man auch nach dem Gewinn dieses Preises keinesfalls in den Bemühungen nachlassen sollte. Das gilt auch für einen der Zweitplatzierten, das Remscheider Transportunternehmen Herbert Flesche GmbH & Co. KG ein, das 2009 ebenfalls schon mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stand und vergangenes Jahr auch den zweiten machte. Das Wuppertaler Sanitätshaus Curt Beuthel GmbH & Co. KG hat sich zum ersten Mal beworben und es im Hieb ebenfalls auf den guten zweiten Platz in dieser Kategorie geschafft, denn so betonte Frank Balkenhol, der Solinger Wirtschaftsförderer moderierte die Verleihung: "Es sind nur Nuancen, die die Zweitplatzierten vom Sieger trennen."

über 250 Beschäftigte

Firma in der Firma In der Kategorie über 250 Mitarbeiter überzeugte die KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG. Das Wuppertaler Unternehmen - 2010 auf dem zweiten Platz - bietet seit 2004 kontinuierlich 12 bis 15 Ausbildungsplätze an, durch den Online-Einstellungstest hat jeder Jugendliche eine Chance, unabhängig vom Schulabschluss.

Ein ehemaliger Berufsschullehrer wurde extra eingestellt, um die Schüler zu unterstützen, wenn es in der Berufsschule mal etwas hapert. Zudem wird hier unternehmerisches Handeln gelernt, denn hier gibt es eine Ausbildungsfirma in der Firma, in der eigene Produkte hergestellt, vermarktet und vertrieben werden. Die jungen Leute werden nach der Ausbildung übernommen: "Sollte dies mal nicht so sein, wir würden sie sehr gerne nehmen", so Laudatorin Pia Franzen, Ausbildungsleiterin bei der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG.

 

Den zweiten Platz teilten sich hier die GE Healthcare GmbH aus Solingen und die Schaeffler Technologies AG & Co. KG aus Wuppertal. Letztere gehören schon fast zu den Stammgästen unter den Preisträgern.

11.09.2013