Batnight auf dem Beyenburger Stausee mit Erlebnisfaktor

Fledermaus beim Beutefang im Flug
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Trotz dicker Regenwolken wieder ein tolles Erlebnis: Am vergangenen Wochenende wurden wetterfeste Fledermausfreunde bei den Batnights in Beyenburg wieder mit einem herrlichen Naturschauspiel belohnt.

Freitagabend bedrohte zunächst eine finstere Regenfront, die zwischen 19.30 und 20.45 Uhr durch Wuppertal zog, die geplante Fledermausnacht. Davon ließen sich allerdings die knapp 50 unerschrockenen Erwachsenen und Kinder nicht beeindrucken, die sich trotz teilweise heftiger Regenfälle auf den Weg nach Beyenburg gemacht hatten.

 

Bis kurz vor 21 Uhr waren alle, die eine der begehrten Karten für die Batnight im Vorverkauf ergattert hatten, am Bootshaus der Wuppertaler Paddlergilde zur Stelle. Und sogar ein paar Optimisten, die spontan gucken wollten, ob es nicht noch ein freies Plätzchen gäbe, kamen letztendlich noch ins Boot.

 

Dank Michael Tscherniewski und Monika Küster, den beiden schon Batnight-erfahrenen Steuerleuten der Wuppertaler Paddlergilde, konnten die vielen angereisten Kinder Platz sparend und gewichtsmäßig so gut auf die beiden Drachenboote verteilt werden, dass am Ende alle mitfahren konnten.

 

Zur Belohnung hörte der Regen dann auch pünktlich um 21 Uhr auf und die Fahrt auf den See entwickelte sich zu einem abenteuerlichen, ungetrübten Vergnügen. Vor der malerisch beleuchteten Kulisse Altbeyenburgs, die sich geheimnisvoll im Wasser spiegelte, ließen sich wie erhofft sehr viele Fledermäuse bei der Nahrungssuche beobachten. Nach dem Regen gab es dort besonders viele Insekten über der Wasseroberfläche, die eifrig von den Fledermäusen bejagt und weggefressen wurden.

 

Auch am Samstagabend waren die Wettervoraussetzung zum Beobachten ideal: bei ungetrübtem Wetter und mondlosem, zum Teil sternenklarem Himmel ließen sich vor allem Wasserfledermäuse, aber auch Zwergfledermäuse, Rauhhautfledermäuse und Abendsegler mit dem Fledermausdetektor voneinander unterscheiden und bei ihren Jagdflügen in unterschiedlichen Höhen beobachten.

 

Junge und ältere Fledermausfans löcherten Frank Todt vom NABU Velbert und Karin Ricono vom Umweltressort der Stadt Wuppertal mit vielen Fragen, während die beiden Drachenboote nebeneinander auf dem ruhigen See lagen und den Insassen die Fledermäuse buchstäblich um die Ohren flogen und durch die Scheinwerfer immer wieder bei ihren Jagdflügen sichtbar wurden. Die Rückkehr erfolgte dann nach Anbruch der Nacht gegen kurz vor 23 Uhr.

 

Besucher waren an diesem Wochenende sogar aus Essen und Köln angereist und waren wie Wuppertaler, die schon mehrfach mitgefahren sind, von dem Erlebnis auf dem Beyenburger Stausee begeistert.

 

Auch im kommenden Jahr soll die eindrucksvolle Veranstaltung auf dem Beyenburger Stausee wieder stattfinden. Die 5 Euro Teilnahmegebühr zur Deckung der Unkosten hat nach diesem grandiosen Erlebnis sicherlich niemand bereut.

 

Die Kampagne zur Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Fledermausschutzaktionen Batnights - offizieller Termin ist immer das letzte Wochenende im August  - geht auf eine Konvention zum Schutz wandernder Tierarten und die daraus resultierende europaweite Initiative zum Schutz der Fledermäuse zurück. Sie ist inzwischen 18 Jahre alt und wird in Wuppertal seit 14 Jahren unterstützt.

27.08.2014