China schenkt Wuppertal Engels-Skulptur

Friedrich-Engels-Skulptur
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Friedrich Engels kommt aus China: Die Stadt Wuppertal hat von der Volksrepublik eine Engels-Statue geschenkt bekommen. Am Mittwoch, 11. Juni, wurde die Bronze-Figur vor rund 250 Gästen feierlich vor dem Engelshaus enthüllt.
Zurück geht die Geschichte auf den Besuch einer Regierungs-Delegation aus China, die zu Engels' 190. Geburtstag das Engelshaus in Wuppertal besichtigte. Dabei kam zum ersten Mal die Idee zur Sprache, der Stadt ein Standbild von Engels zu schenken.
Der Rat der Stadt hat das Geschenk im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit angenommen. Und so kehrt Friedrich Engels an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurück - als überlebensgroße Statue aus dem Reich der Mitte.
Ehrengäste
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Oberbürgermeister Peter Jung dankte dem Land China und dem Künstler Professor Zengh Chenggang, gleichzeitig Direktor des chinesischen Skulptureninstituts, für das Geschenk an die Stadt Wuppertal: "Ich danke für diese großartige Skulptur. In Deutschland wird Engels durchaus kritisch gesehen, aber man muss sein Wirken aus seiner Zeit differenziert betrachten."

 

Zur Einweihung kamen der Botschafter der Volksrepublik China, Seine Exzellenz Shi Mingde, der gestaltende Künstler, Professor Zeng Chenggang, und weitere Repräsentanten der Volksrepublik China. Im Anschluss an die Einweihung wurde im Historischen Zentrum ein Deutsch-Chinesisches Kulturfest gefeiert.

Botschafter Shi Mingde trug sich nach der Einweihung im Opernhaus in das Goldene Buch der Stadt ein. Jung und der Botschafter betonten, dass sie sich eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen wünschen. Und auch die partnerschaftlichen Kontakte untereinander sind Wuppertals Oberbürgermeister wichtig: "Wir haben unterschiedliche Systeme. Um diese Hürden zu überwinden sollten wir miteinander sprechen und uns austauschen."

Oberbürgermeister Peter Jung, Prof. Zeng Changgang, Dr. Eberhard Illner (Leiter des Historischen Zentrums) und Botschafter Shi Mingde
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Oberbürgermeister Peter Jung, Prof. Zeng Changgang, Dr. Eberhard Illner (Leiter des Historischen Zentrums) und Botschafter Shi Mingde
Die Figur, die nun im Engelsgarten steht, zeigt Engels in Denker-Pose. Die gegossene Bronze-Skulptur ist 3,85 Meter hoch, wiegt 868 Kilogramm und steht auf einem zwei Tonnen schweren Sockel. "Ab heute beginnt eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen Wuppertal und China", freute sich Botschafter Shi Mingde.
Liu Jianhua, Senior Consultant of Xinxiang Municipal People's Government, und Oberbürgermeister Peter Jung
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Liu Jianhua, Senior Consultant of Xinxiang Municipal People's Government, und Oberbürgermeister Peter Jung
Zur Einweihung der Engels-Statue wurden noch weitere Gäste in Wuppertal empfangen: Eine Delegation aus der chinesischen Stadt Xinxiang besucht Wuppertal vom 10. bis 12 Juni. Bei einem Empfang im Rathaus am 10. Juni vereinbarten Vertreter Xinxiangs und Wuppertals weitere Kooperationen.
11.06.2014
 
 

Der "chinesische" Engels

Sehen Sie hier einige Impressionen von der feierlichen Enthüllung der Skulptur.