Streik führt zu Problemen beim Girls' und Boys' Day

Mädchen mit Feuerwehrmännern im Korb eines Hubsteigers
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Beim bundesweiten Girls' Day am kommenden Donnerstag, 27. März, können junge Frauen den Berufsalltag in eher männer-typischen Berufen ausprobieren. In Wuppertal gibt es traditionell zeitgleich auch den Boys' Day, bei dem Jungen in eher frauenspezifische Berufe reinschnuppern können.

Insgesamt 116 Wuppertaler Unternehmen haben in Wuppertal ihre Teilnahme angeboten und 495 Schülerinnen und 184 Schüler sollten am Donnerstag etwas Praxisluft schnuppern. Das wird jetzt wahrscheinlich problematisch, denn die ersten Betriebe und städtischen Dienststellen haben schon abgesagt.

"Der Warnstreik macht uns einen Strich durch die Rechnung. Viele städtische Einrichtungen werden bestreikt, so dass die Jungen und Mädchen wohl vor verschlossenen Türen stehen werden", bedauert Martina Völker von der Gleichstellungsstelle für Mann und Frau, die den Girls' und Boys' Day zusammen mit der Vereinigung bergischer Unternehmerverbände, der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft und dem Jobcenter mit Unterstützung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck organisiert.

Doch nicht nur die Praktikumsplätze im Öffentlichen Dienst werden wegen des Streiks wohl ausfallen. Martina Völker: "Da die Schwebebahn und die Busse nicht fahren, wissen viele Jugendliche gar nicht, wie sie zu den Unternehmen hinkommen sollen."

Komplett absagen mochten die Verantwortlichen den bundesweiten Aktionstag in Wuppertal aber auch nicht. Im Internet unter www.wuppertal.de/gleichstellungsstelle werden aktuelle Streikinfos für die Schülerinnen und Schüler eingestellt.

Mädchen und Jungen, die sich unsicher sind, sollten vorab bei "ihrem" Unternehmen anrufen. Die Schulen und Unternehmen sind informiert.

24.03.2014