Mitternachtssport kommt nach Wuppertal

Initiator Ismail Öner mit Studierenden der Uni Wuppertal, die sich im Projekt engagieren wollen
+
Noch in diesem Jahr soll "Mitternachtssport" in Wuppertal möglich werden. Bislang läuft das Präventions- und Integrationsprojekt nur in Berlin, jetzt soll Wuppertal eine Dependance und damit möglicherweise auch ein Referenzprojekt für andere Städte werden.

Der Mitternachtssport, für den am Dienstag am Tisch von Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn alle Verantwortlichen ihre Zusammenarbeit besiegelten, war in Berlin vom Sozialpädagogen Ismail Öner eingeführt und zum Erfolg gemacht worden. Sein Konzept: Prominente Sportler geben den "großen Bruder", stellen sich als Bezugsperson, als Netzwerker und natürlich vor allem als Vorbild zur Verfügung. Gemeinsam mit vielen Mitstreitern und einem Team aus professionellen Jugendarbeitern werden dann die Wochenenden sportlich: Bis spät in die Nacht hinein haben Jugendliche in den Sporthallen einen Treffpunkt und, vor allem, andere Jugendliche, erwachsene Ansprechpartner und jede Menge Spaß.

In Wuppertal soll die Sporthalle Gathe den Anfang für den Mitternachtssport machen. Noch muss das Berliner Konzept an Wuppertal angepasst werden, noch werden Sponsoren und vor allem "große Brüder" gesucht, die einen Wuppertal-Bezug haben und vor Ort sportlich mithelfen - wie Jérôme Boateng das im Berliner Projekt tut. Dessen Leiter, Ismail Öner, heimste für sein Projekt gerade diverse Preise ein - vom Bambi bis zum DFB-Integrationspreis oder dem Botschafterpreis des Bundes - als Wuppertaler Studenten mit ihm Kontakt aufnahmen. Sie suchten ein Projekt, in dem sie sich sozial, vielleicht gerade mit Jugendlichen engagieren könnten, und waren auf Mitternachtssport gestoßen.

Den meisten anderen Anfragen aus Städten quer durch die Republik hatte Öner schon längst einen Korb gegeben. Nicht so Wuppertal: Weil´s familiäre Bande nach Wuppertal gibt und Öner von der guten Tradition des "Basketball bei Nacht" erfuhr, die Chemie zu den Studierenden und Jugendamts-Mitarbeiter Tom Zimmermann stimmte, bekommt Wuppertal jetzt den Mitternachtssport.

Was für die Jugendlichen in der Stadt ein offenes, aber stetiges, ein neues und kostenloses Freizeitangebot mit hohem Spaßfaktor ist, hat für Sozialdezernent Dr. Kühn natürlich noch eine andere Dimension: "Das ist präventive Jugendarbeit und ergänzt unsere bisherigen Projekte."

Partner im Berliner Mitternachtssport sind der Senat und die Bundesliga-Stiftung. Letztere unterstützt auch die "Expansion" des Mitternachtssportes nach Wuppertal. Natürlich freut sich das Projekt zum Start über Unterstützung und Sponsoren, damit Mitternachtssport in Wuppertal nachhaltig auf die Beine gestellt werden kann.

26.03.2014