Pflanzaktion der städtischen Forstwirte: Der Wald wächst

Ein Mann setzt einen Setzling am Wegesrand
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Die städtischen Forstwirte pflanzen aktuell 3.4000 junge Bäume in größere, ausreichend helle Freiflächen in den Waldgebieten oder legen Ersatzaufforstungsflächen außerhalb der bisherigen Stadtwälder an.

Die Stadtwaldfläche vergrößert sich so. Frank Meyer, technischer Beigeordneter, freut sich: "Die Waldbewirtschaftung unseres städtischen Forstbetriebes hat einen hohen Stellenwert und ist eine gute Investition. Damit behält unsere Stadt als Stadt im Grünen ihre Attraktivität. Es gibt nur wenige Großstädte in Deutschland, wo man in kürzester Zeit die nahe gelegenen Erholungswälder und Stadtparks erreicht."

Seit 24 Jahren wird in den Stadtwäldern auf Kahlschläge verzichtet und "dauerwaldartig" gewirtschaftet. Das heißt, dass von den Forstleuten im Rahmen von Durchforstungen nur etwa ein Viertel der Bäume - und nicht der gesamte Bestand - entnommen wird. Die übrigen Bäume können so weiter wachsen und das Kronendach wieder schließen.

Vor der aktuellen "Dauerwaldbehandlung" gab es bis 1990 jährlich mehrere über einen Hektar große Kahlschläge, die pro Jahr mit insgesamt 100.000 Pflanzen wieder aufgeforstet werden mussten.

Zusätzlich zum Verzicht darauf, Flächen völlig abzuholzen, haben auch die Kalkungsmaßnahmen per Hubschrauber zu einer Verbesserung des Waldwachstums beigetragen, so Albert Vosteen, Leiter der Abteilung Forsten. Die Bodenversauerung durch den "Sauren Regen" konnte auf diese Weise teilweise neutralisiert werden. Positiver Effekt: Wie Vosteen berichtet, nimmt aktuell die Zahl der Waldgebiete, in denen wieder eine Naturverjüngung aus Millionen von Sämlingen aller einheimischen Baumarten möglich ist, weiter zu. Bei ausreichendem Licht wachsen die Jungpflanzen schnell in die Höhe und bilden einen mehrschichtigen, stabilen Waldbestand - während sie in schattigen Waldpartien kleinwüchsig bis zur nächsten Durchforstung bleiben, um dann neu entstandene Lücken im Waldbestand zu schließen.

27.03.2014