Auftakt für "Kein Abschluss ohne Anschluss"

Zur Auftaktveranstaltung des Projektes "Kein Abschluss ohne Anschluss" waren jetzt Vertreter der Schulen und der Bezirksregierung ebenso ins Wilhelm-Dörpfeld-Gymasium gekommen wie Vertreter der IHk, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters.

Wuppertal hat sich das Ziel gesetzt, die Landes-Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" zügig und gemeinsam mit vielen Partnern umzusetzen. Die Landes-Initiative hat das Ziel, den Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf für Jugendliche erfolgreicher zu gestalten. Zu einer Auftaktveranstaltung im Wilhelm-Dörpfeld-Gymasium waren jetzt Vertreter der Schulen und der Bezirksregierung ebenso gekommen wie Vertreter der IHk, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters.

"Seit Jahren verfolgen wir in Wuppertal das gemeinsame Anliegen, dass jedem Schüler der Übergang in eine Ausbildung oder in ein Studium gelingt", so Schul- und Kulturdezernent Matthias Nocke. Es sei bereits viel erreicht worden: So nehmen 24 weiterführende Schulen schon jetzt an berufsorientierenden Programmen teil, alle Gymnasien und Gesamtschulen sind seit Jahren in engen Kooperationen mit Betrieben verwoben. Auf Primaner- und Studientagen wird ausführliche Studienorientierung geboten, der Bergische Bildungspreis, der Girls- und Boys Day bieten Einblicke in Berufe, im Wuppertaler Hauptschulmodell wurde die Zahl der Jugendlichen, die die Hauptschule mit einem Ausbildungsvertrag in der Tasche verlassen, von zwölf auf 27 Prozent gestei-gert.

"Aber wir können besser werden", so Nocke. "Zu viele Jugendliche erhalten keinen Aus-bildungsplatz, zu viele brechen die Ausbildung oder das Studium ab, gleichzeitig beklagt die Wirtschaft einen Fachkräftemangel." Jetzt soll die Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" die bisher zeitlich begrenzten Projekte verstetigen und nachhaltig machen.

"Die vielen Förderprogramme sollen endlich gebündelt werden", so Nocke. Die Stadt hat gemeinsam mit dem Jobcenter und der Wirtschaftsförderung Wuppertal die Aufgabe der Kommunalen Koordinierung übernommen. "Unser Anliegen ist die Etablierung eines Mindeststandards der Berufs- und Studienorientierung in den Schulen", sagt Dezernent Holger Heneweer von der Bezirksregierung Düsseldorf. Dazu zählen etwa Potenzialanalysen und Berufsfelderkundungen für alle Schüler im 8. Schuljahrgang. Ziel ist die Umsetzung dieses Mindeststandards bis 2017/18.

Der Wuppertaler Rat hatte im Herbst 2012 beschlossen, sich am Landesvorhaben "Kein Anschluss ohne Abschluss" (KAoA) zu beteiligen. Die jetzt neu eingerichtete Kommunale Koordinierung soll die Schulen mit Informationen zu Umsetzungsbeispielen unterstützen und versuchen, den Aufwand für Organisation und Absprachen zum Beispiel mit der Wirtschaft zu bündeln. Ziel dabei ist, die Arbeit für die jeweilige Schule zu vereinfachen und eine koordinierte Umsetzung einer gezielten Berufsorientierung und Übergangsge-staltung zu gewährleisten.

Jürgen Steidel, zuständig für die Arbeitskreise Schule/Wirtschaft bei der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände, betonte, dass die regionalen Wirtschaftsverbände das Landesvorhaben unterstützen: "Wir versuchen, mit Schulen und Kommunaler Koor-dinierung eine engere Bindung zwischen Schulen und Wirtschaft zu bewerkstelligen."

"Im kommenden Schuljahr werden sich in Wuppertal über 40 Prozent aller weiterführenden Schulen am Landesprogramm beteiligen", sagt die Kommunale Koordinatorin Anke Kleinbrahm. "Die Fördermittel vom Land hierfür wurden bereits zugesagt."

14.05.2014