"SiSaL" will Schulabschluss und Ausbildung möglich machen

"SiSaL" - das ist keine kreative Schreibweise der Pflanzenfaser, sondern ein Projekt, das jetzt im Rahmen des Programms Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen umgesetzt wird. "SiSal" ist die Abkürzung für "Sicherung Schulabschluss Leben", ein Projekt, das sich um Schüler ab zwölf kümmert.

Schüler, bei denen Schulverweigerung oder der Abbruch der Schullaufbahn drohen, gehören ebenso zur Zielgruppe des Projektes wie Jugendliche, die wegen fehlender Deutschkenntnisse Schwierigkeiten in der Schule haben.

Neu bei diesem Projekt: Die Unterstützung soll ganz auf den individuellen Bedarf des jeweiligen Schülers ausgerichtet sein. Aufsuchende Sozialarbeit, enger Kontakt zur Fami-lie der Schüler, Einzelfall-Beratung und Gruppenangebote, die Arbeit in so genannten Mikroprojekten (kleine praktische Projekte, die z.B. handwerklich ausgerichtet sind oder mit künstlerischen Elementen arbeiten, auf jeden Fall aber Erfolgsergebnisse vermitteln sollen): In enger Kooperation mit den Schulen und ganz unterschiedlichen Institutionen sollen die Schüler unterstützt und gefördert werden.

Ziel ist es, den Schülern so eine erfolgreiche Schullaufbahn und einen guten Start in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen.

Der Bund hat jetzt eine Förderung von zirka 800.000 Euro konkret in Aussicht gestellt Bis Ende des Jahres 2018 können sich sieben Mitarbeiter, davon vier Teilzeitstellen, bei der Stadt Wuppertal und drei Stellen bei freien Trägern um 120 Kinder und Jugendliche kümmern.

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn: "Wir möchten erreichen, dass den Schülerinnen und Schüler über Bildung die Integration in den Arbeitsmarkt und in ihr familiäres und soziales Umfeld gelingt. Wir sind froh, dass uns hier die Bundesmittel ermöglichen, intensiv mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten."

In Oberbarmen/Wichlinghausen wird das integrierte Handlungskonzept der Sozialen Stadt bereits umgesetzt. Zurzeit wird die zweite Förderphase für den Zeitraum 2016 bis 2021 vorbereitet. "SiSaL" soll jetzt als besonders intensives Betreuungsprogramm Kindern und Jugendlichen im Fördergebiet den Übergang Schule - Beruf ermöglichen oder erleichtern.

Im Fördergebiet gibt es zwei Hauptschulen, eine Gesamtschule, ein Berufskolleg sowie ein Berufskolleg direkt angrenzend mit Berufsgrundschuljahr und Berufsorientierungsjahr, zwei Förderschulen, ein Gymnasium, eine Realschule und fünf Grundschulen.

03.11.2014