Verwaltungs-Vorschlag: Carnaper Platz für WSW-Neubau

Die Verwaltung schlägt dem Rat der Stadt vor, den Carnaper Platz für 2,5 Millionen Euro an die Stadtwerke (WSW) zu verkaufen. Der WSW-Aufsichtsrat hatte sich für einen Neubau des Verwaltungsgebäudes ausgesprochen, weil die bisher genutzten Bürogebäude PCB-belastet sind.

Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig und WSW-Geschäftsführer Wolfgang Herkenberg betonten, dass nach fachlichen Prüfungen die Sanierung oder der Neubau von Verwaltungsgebäude am bisherigen Standort nicht wirtschaftlich sei. Ein Neubau von Verwaltungshaus mit Parkpalette und Grünflächen auf dem 15.800 Quadratmeter großen Gelände vis-à-vis des bisherigen Standortes sei die wirtschaftlichste Alternative.

Beide betonten, dass durch einen Neubau der gesamte Bereich städtebaulich erheblich aufgewertet würde. In der Begründung, die die Verwaltung den Stadtverordneten für eine neue Nutzung des Carnaper Platzes liefert, wird darauf hingewiesen, dass die derzeitige Nutzung des Carnaper Platzes eher gering und für die Stadt nicht lukrativ ist: In den vergangenen Jahren schwankten die Einnahmen aus der Vermietung des Carnaper Platzes zwischen 7.000 und 10.000 Euro. Die Stadt musste gleichzeitig jährlich rund 5.000 Euro in den Unterhalt des Platzes stecken. Für den Kinder-Ferienzirkus Caselli und kleinere Zirkus-Gastspiele soll in Zukunft der Stadion-Nebenplatz mit guter Anbindung an die Schwebebahn dienen.

Der Vorschlag der Stadt wird jetzt in den zuständigen Gremien - so unter anderem in der Bezirksvertretung Barmen am 9. Dezember - diskutiert und am 15. Dezember im Rat entschieden.

19.11.2014