Industriekultur: Tagung im Historischen Zentrum

Historisches Zentrum mit Engelshaus und Remise
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In der kommenden Woche wird das Historische Zentrum zum Gastgeber für eine Tagung: Am Donnerstag und Freitag, 27. und 28. November, steht dort dann alles im Zeichen der Industriekultur. Die Tagung ist Teil einer Veranstaltungsreihe mit den Tagungsorten Essen, Köln, Aachen, Wuppertal, Krefeld. An diesen Tagen bleibt das Historische Zentrum für Besucher geschlossen.

Das Bergische Land gehört in Nordrhein-Westfalen zu den traditionsreichen Industrieregionen. Hier gab es schon vor der Industriellen Revolution eine rege Phase der Proto- und Frühindustrialisierung. Rohstoffvorkommen und reichliche Wasserkraft sorgten für Bergbau, Metallerzeugung und Metallverarbeitung, Chemie und eine durch Personen wie Johann Gottfried Brügelmann sowie Vater und Sohn Friedrich Engels national und international bekannte Textilindustrie.

 

Bayer und Mannesmann haben Wurzeln im Bergischen Land und sind in der Ersten und Zweiten Industriellen Revolution zu weltweit renommierte Unternehmen herangewachsen. Die Erschließung der Region und ihrer Städte hat aus den Herausforderungen der Topographie die Entstehung beeindruckender Verkehrsbauten bewirkt. Aus der Industrie- und Verkehrsgeschichte der Region sind viele bauliche und technische Zeugnisse erhalten geblieben.

 

Zur Bewahrung dieser Denkmale der Industrie und des Verkehrs sind Museen, Netzwerke und eine überwiegend erfolgreiche Industriedenkmalpflege entstanden. Die Industriekultur begeistert viele Menschen, die sich ehrenamtlich um die Erhaltung und Präsentation der Objekte bemühen.

 

Industriekultur, als der alle diese Aktivitäten umfassende Begriff, hat im Bergischen Land eine wachsende Bedeutung. Die Erhaltung, Pflege und Erschließung der Zeugen der "Industriellen Revolution", die so nachhaltig die Ökonomie und die Lebensverhältnisse dieser Region verändert hat, ist eine der zentralen Fragen, wenn es um die Schaffung einer regionalen und lokalen Identität geht. Damit verknüpft sind zahlreiche weitere Aspekte, von der Denkmalpflege über die kommerzielle Nutzung bis hin zur touristischen Attraktion. Die Tagung bezieht mit einem halbtägigen Vortragsblock auch die ehemalige bergische Residenzstadt Düsseldorf mit ein.

 

Die RWTH Aachen und das Historische Zentrum Wuppertal organisieren für einen Kreis von sechs Veranstaltern am 27.und 28. November ein wissenschaftliches Symposium. Die Tagung richtet sich über den akademischen Kreis hinaus bewusst an alle Interessierten, die sich für das industriekulturelle Erbe engagieren. Die Tagung soll einen Blick auf den Stand industriekultureller Bestrebungen im Bergischen Land und in Düsseldorf ermöglichen. Aus den Vorträgen und Diskussionen werden auch Anregungen für eine zukünftig noch bessere Realisierung der industriekulturellen Bestrebungen erwartet.

 

Als Veranstalter haben sich folgende Institutionen für diese Tagung zusammengefunden:

  • Historisches Zentrum Wuppertal 
  • Institut. Industrie - Kultur - Geschichte - Landschaft 
  • LVR - Amt für Denkmalpflege im Rheinland 
  • Bergischer Geschichtsverein 
  • Bergischer Ring e.V. 
  • Rheinische Industriekultur e.V.
19.11.2014
 
 
Blick ins Museum

Historisches Zentrum

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