Gegen sauren Boden: Hubschrauber streut Kalk auf Wälder

Ein Hubschrauber nimmt einen Streubehälter am Ladeplatz auf.
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Voraussichtlich ab Montag, 24. November, bis etwa Dienstag, 2. Dezember, werden folgende Stadt- und Privatwälder per Hubschrauber gekalkt:
Böhler Weg, Hasenberg, Königshöhe - Ossenbeck, Langerfelder Anlagen, das neue Gelände des Ronsdorfer Verschönerungsvereins, Rheinbachtal und Steinhauser Berg.

Insgesamt werden über 2,9 Millionen Quadratmeter Wald gekalkt - 209 Hektar Stadtwälder und 83 Hektar Privatwälder (in der Forstbetriebsgemeinschaft Wuppertal organisierte private Waldbesitzer). 17.520 Zentner magnesiumhaltigen Kalks gehen gleichmäßig über den genannten Gebieten nieder. Die Aktion kostet 80.000 Euro und wird für die Stadtwälder zu 70 Prozent und für die Privatwälder zu 90 Prozent mit EU- und Landesmitteln gefördert.

Die Stadt bittet die Waldbesucher, sich während der Kalkung nicht in diesen Abschnitten aufzuhalten. Der ausgebrachte Kalk besteht aus ungebranntem, reinem Gesteinsmehl und ist nicht gesundheitsschädlich, staubt allerdings. Der Hubschrauber verursacht Lärmbelästigungen.

Am Donnerstag, 27., und Freitag, 28. November, sind die Langerfelder Anlagen/Hedtberg an der Reihe. Weil dort viele Menschen mit ihren Hunden unterwegs sind, wird das Waldstück an diesen beiden Tagen gesperrt. Entsprechende Schilder weisen darauf hin.

Der Hubschrauber fliegt in einem sehr engen Zeittakt von etwa ein bis zwei Minuten immer wieder zu den jeweiligen Ladeplätzen. Dort füllt ein Radlader den Streubehälter mit etwa 800 Kilogramm Kalk, bis der Hubschrauber seinen leeren Behälter absetzt und den neuen Container an den Haken nimmt und wieder startet. Bei Nebel, Sturm oder stärkerem Regen muss pausiert werden, weil der Hubschrauber nicht fliegen könnte oder der Kalk verkleben würde.

Der Kalk wird helfen, den sehr sauren Humus auf und in den Waldböden besser zu zersetzen. Pflanzen können so besser auf die enthaltenen Nährstoffe zugreifen. Das fördert die Bodenlebewesen und auch die natürliche Verjüngung der Waldbestände aus Samen.

20.11.2014