Vater der Impressionismus: Pissarro im Von der Heydt-Museum

Schneelandschaft von Camille Pissarro
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"Vater des Impressionismus" ist Camille Pissarro oft genannt worden. Das Von der Heydt-Museum zeigt nun eine Überblicks-Schau mit rund 170 Werken des Malers und seiner Künstlerfreunde.
Angesichts seines mächtigen Rauschebarts könnte man ihn sogar spontan für den Gottvater dieses Stils halten: Auch die anderen Impressionisten Monet, Sisley, Renoir, Degas, Cezanne trugen - entsprechend der Mode ihrer Zeit - Bart. Die Schau macht deutlich, wie sich die Maler dieser Zeit gegenseitig beflügelten. Im Mittelpunkt steht Pissarro und sein umfangreiches Werk.
Pissarro war zwar rund zehn Jahre älter als Sisley, Monet, Renoir und Cezanne, aber der Altersunterschied führte keinesfalls zu einem Lehrer-Schüler-Verhältnis zwischen den Künstlern. Vielmehr bestand das künstlerische Leben des Impressionisten-Kreises aus einem Geben und Nehmen, einem Prüfen und Verwerfen von Ideen. Jeder dieser Künstler-Rebellen leistete auf seine Weise einen Beitrag zur Moderne.
Pissarro in seinem Atelier
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Nach den Ausstellungen zur Schule von Barbizon, zu Renoir, Monet und Sisley widmet das Von der Heydt-Museum jetzt Camille Pissarro eine große Ausstellung. Anhand seiner Werke zeichnet das Museum den Lebensweg und die künstlerische Entwicklung Pissarros nach - von seinen ersten Werken die noch in Südamerika entstanden, bis zu seinen letzten Bildern, die Pissarro in Paris und an der Küste der Normandie malte.
Pissarro orientierte sich immer wieder neu, er löste sich zum Beispiel aus dem Schatten der Schule von Barbizon, trat mit Cezanne in einen fruchtbaren Dialog. Er setzte sich in den 1890er Jahren mit den Ideen des Pointillismus auseinander, schuf wegweisende Stadtlandschaften und fand damit einen bildlichen Ausdruck für das moderne Leben. Da auch seine Freunde sehr experimentierfreudig waren, sind ihre Bilder denen Pissarros gegenübergestellt. Gezeigt werden neben 70 Gemälden und 70 Arbeiten auf Papier von Pissarro auch 30 Werke von Freunden, Kollegen und Wegbegleitern.
10.10.2014
 
 

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