Stadt will Weichen für weitere Förderung stellen

Die Stadt will auch in den Jahren 2015 bis 2020 von Förderprogrammen der EU, des Bundes und des Landes profitieren. Dem Rat der Stadt wird deshalb für seine September-Sitzung vorgeschlagen, dazu einen Grundsatzbeschluss zu fassen.

Der Vorschlag der Stadt setzt vier Schwerpunkt: Die Projekte der "Sozialen Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen" sollen fortgeführt werden. Dort laufen mit dem Stadtteilbüro und vielen anderen Initiativen bereits Projekte, jetzt soll deren Fortsetzung gesichert werden. In der Vergangenheit hatten Bürger engagiert daran mitgearbeitet, neue Ideen für die Fortführung des Programms zu sammeln.

Zweiter Schwerpunkt: Auch Heckinghausen soll Projekte der "Sozialen Stadt" gefördert bekommen. Im dritten Akzent, der Barmer Innenstadt, sollen besonders kulturelle Aktivitäten gefördert werden und für eine attraktive Innenstadt und ein ausgebautes Historisches Zentrum sorgen.

Im Satzungsbereich Elberfelder Nordstadt/ Arrenberg wird das Mirker Quartier mit dem Bahnhof Mirke in den Mittelpunkt der weiten Entwicklung gerückt. Im Bereich Arrenberg kommt das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium hinzu. Eine konsequente energetische Sanierung, Barrierefreiheit und eine bessere Anbindung an das Quartier stehen hier als Maßnahmen an.

Die Planungen der Stadt gehen von rund 78 Millionen Euro Gesamtkosten aus. Davon entfallen rund 15,5 Millionen auf Oberbarmen, Wichlinghausen und ebenfalls 15,5 Millionen auf Heckinghausen, rund 25,6 Millionen auf Barmen - wobei allein für das Historische Zentrum acht Millionen eingeplant sind. 21,4 Millionen kommen dem Vorschlag der Verwaltung zufolge dem Bereich Elberfelder Nordstadt/Arrenberg zugute. Hier schlägt die Sanierung des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums mit 17 Millionen als größter Posten zu Buche. Ins Mirker Quartier sollen 4,4 Millionen fließen.

Die Stadt muss über den gesamten Förderzeitraum von 2015 bis 2020 Eigenmittel von rund 23 Millionen Euro aufbringen, um Fördermittel in Höhe von 55 Millionen zu erhalten (Gesamtkosten: 78 Millionen). Davon ist der größte Teil bereits in der Haushaltsplanung berücksichtigt und eingeplant worden.

Die Stadt muss jetzt noch rund sechs Millionen Euro aufbringen und hofft, sie wie im kommenden Jahr sukzessive aus der erhöhten Investitionspauschale zahlen zu können: Diese ist für das kommende Jahr höher als bislang geplant. Die Stadt hofft, dass das auch in den Folgejahren so bleibt und sie so ihren Eigenanteil zahlen kann. Zugleich macht die Stadt aber auch auf damit verbundene Risiken aufmerksam.

09.09.2014