Schwerbehindertenausweis jetzt auch in Scheckkarten-Format

Seit dem 1. September gibt es den Schwerbehindertenausweis auch im handlichen Scheckkarten-Format.

Schon im Jahr 2012 hatte der Bundestag beschlossen, Schwerbehindertenausweise im Scheckkartenformat anzubieten. Jedes Bundesland konnte den Zeitpunkt für die Einführung der neuen Ausweise individuelle festlegen.

"In Nordrhein Westfalen und damit auch in Wuppertal werden die neuen Schwerbehindertenausweise seit dem 1. September ausgegeben. Hierzu wurden die Mitarbeiter der Abteilung für Schwerbehindertenangelegenheiten im Ressort Soziales der Stadt Wuppertal besonders geschult und die Arbeitsplätze mit der entsprechenden Technik ausgestattet", so Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn.

Wer also ab sofort in Wuppertal, Remscheid oder Solingen einen neuen Schwerbehindertenausweis zuerkannt bekommt, erhält diesen in dem gleichen praktischen Format wie EC- oder Kreditkarten, Führerschein oder Personalausweis. Die Eigenschaft der Schwerbehinderung ist auf dem Ausweis auch in Englisch vermerkt, er verfügt über eine Kennzeichnung in Braille-Schrift, die Blinden und stark sehbehinderten Menschen einen schnellen Zugriff auf diesen Ausweis ermöglicht.

Es ist möglich, einen neuen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, auch wenn der alte noch eine längere Gültigkeitsdauer besitzt. Natürlich gelten die alten Ausweise so lange, wie die darauf eingetragene Gültigkeit: Der neue Ausweis macht die Nutzung komfortabler, ist aber kein "Muss".

Für den neuen Schwerbehindertenausweis wird ein aktuelles Foto in den Maßen 3,5 x 4,5 Zentimeter benötigt, ferner eine Einverständniserklärung, die zur Speicherung des Lichtbildes berechtigt.

Im Gegensatz zu bisher können die Ausweise nicht mehr direkt vor Ort ausgestellt werden. Die Unterlagen werden entgegen genommen, gescannt und per Datenleitung an die landesweite Ausweiserstellung überspielt. Der neue Ausweis wird dann von dort auf dem Postweg zugeschickt.

Für einen Antrag auf den Schwerbehindertenausweis und den Umtausch eines vorhandenen Papierausweises in den neuen Scheckkartenausweis können sich alle Betroffenen an die bekannten Stellen sowie Außensprechstunden in Remscheid und Solingen wenden. Antragsformulare liegen an den bekannten Stellen aus.

Darüber hinaus beantwortet das Ressort Soziales, Schwerbehindertenangelegenheiten, Verwaltungsgebäude Friedrich-Engels-Allee 76 (ehemaliges Versorgungsamt) auch unter den Telefonnummer 563-90 04 Fragen zum neuen Schwerbehindertenausweis, aber auch rund um den Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung.

15.09.2014
 

Schwerbehinderte