11. Februar: In diesem Datum steckt eine Notrufnummer

Ein Mitarbeiter der Feuerwehrleitstelle an seinem Arbeitsplatz, vor ihm sein Telefon und mehrere Bildschirme.
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112 - diese Rufnummer ist vorwahlfrei, kostenlos und alarmiert Lebensretter. Doch nicht einmal jeder Fünfte in Deutschland weiß, dass die 112 europaweit gelte, sagt der Leiter der Feuerwehrleitstelle Solingen-Wuppertal Ralph Haldenwang. Das bedeute, vier von fünf Menschen könnten im europäischen Ausland den lebensrettenden Notruf nicht nutzen. Dabei wird der Euro-Notruf im kommenden Jahr bereits ein Vierteljahrhundert alt.

Um ihn bekannter zu machen, hat der Euronotruf am 11. Februar sogar seinen eigenen europäischen Tag, denn an diesem Mittwoch - 11.2. - steckt die Nummer schon im Datum.

 

Die Mitarbeiter der gemeinsamen Leitstelle der beiden bergischen Städte haben daher großes Interesse daran, dass die Nummer und ihre Vorteile noch bekannter werden. Ohne sie müssten Reisende durch alle EU-Staaten über 40 unterschiedliche Notrufnummern kennen, um in jedem Land die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder die Polizei zu erreichen.

 

"Alle 112-Notrufe in Solingen und Wuppertal laufen bei der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle auf", erläutert Haldenwang, "sie ist rund um die Uhr von Mitarbeitern beider Städte besetzt." Und es sind nicht wenige: Jährlich erreichen etwa 86.000 Notrufe die gemeinsame Leitstelle für die Städte Solingen und Wuppertal.

Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet. Daraus schätzen die Disponenten, welche und wieviele Hilfskräfte alarmiert werden müssen. Während die Einsatzkräfte anfahren, kann der Mitarbeiter bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufer weitergeben.

 

11.02.2015