Heckinghauser Sporthalle: Dach mit neuer Technik

Blick in die Heckinghauser Sporthalle, eine Zwischendecke verbirgt den Blick auf die neue Dachkonstruktion.
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Jetzt können Schulkinder und Vereinssportler sie wieder nutzen: Seit Juni vorigen Jahres wurde in der Sporthalle Heckinghausen gearbeitet, ab kommendem Sonntag, 1. März, übernehmen die Sportler wieder die Regie in der Turnhalle.
Das Dach der Halle verfügt nun über ein Überwachungssystem, das kleinste Veränderungen der Balken kontrolliert.

Eine Sanierung der Dachbalken in dem Gebäude aus den 60er Jahren war notwendig geworden, nachdem ein Bruch in einem Deckenbalken entdeckt worden war. Die Sanierung aller neun Balken war extrem aufwändig, da die Balken nacheinander von unten ausgewechselt wurden, um die vor einigen Jahren erfolgte energetische Dachsanierung nicht zu beschädigen. Für den Austausch der einzelnen Balken mussten jeweils aufwändige Stützkonstruktionen auf- und wieder abgebaut werden. Diese dienten zur Abstützung des Hallendaches und gleichzeitig zur richtigen Lastverteilung auf dem relativ neuen Sportboden.

Mit 650.000 Euro blieben die Kosten für den Bauherrn, das städtische Gebäudemanagement (GMW), unter der ursprünglich veranschlagten einer Million Euro und das, obwohl diese Art der Umsetzung für GMW sowie auch für die Zimmerei Merten eine noch nie dagewesene Herausforderung war.

Die Heckinghauser Sporthalle von außen.
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Parallel zu den nun qualitativ höherwertigen Trägerbalken verfügt das Dach der Heckinghauser Sporthalle jetzt auch über ein Überwachungssystem, das kleinste Veränderungen der Balken kontrolliert. Eine holländische Firma, die sonst an der Überwachung von Lasten arbeitet, die auf Autobahnbrücken wirken, übertrug ihr System auf die Dachkonstruktion der Sporthalle. Es misst, welche statische Last auf dem Dach liegt und meldet zukünftig auch der Leittechnik des GMW, wenn zum Beispiel eine Schneelast zu groß wird und das Hallendach geräumt werden muss.

 

"Soso, in Wuppertal schneit es also!" bekam der zuständige GMW-Projektleiter dann auch am vorigen Montag zu hören. Selbst wenn es nicht gerade Schneemassen waren: Das System hatte seine Aufgabe erfüllt und sich gemeldet.

"Wir sind allen beteiligten Firmen, unter anderem dem Wuppertaler Zimmerer, der Firma Merten oder auch der niederländischen Firma für Überwachungstechnik, Infra Sensor Solutions BV, überaus dankbar. Die Zusammenarbeit mit allen hat hervorragend geklappt. Wir werden jetzt überprüfen, ob unser Modellprojekt mit dem Überwachungssystem zukunftsfähig und auch für andere Bauwerke einsetzbar ist", so Betriebsleiter Dr. Hans-Uwe Flunkert.

So sah es bis vor kurzem noch in der Sporthalle aus. Hohe Baugerüste bis zur Hallendecke, von dort sanierten Arbeiter die Deckenbalken und die Spezialisten der holländischen Firma installierten das moderne Überwachungssystem (Foto: Infra Sensor Solutions).
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So sah es bis vor kurzem noch in der Sporthalle aus. Hohe Baugerüste bis zur Hallendecke, von dort sanierten Arbeiter die Deckenbalken und die Spezialisten der holländischen Firma installierten das moderne Überwachungssystem (Foto: Infra Sensor Solutions).
Die Sensoren sind an der Seite der Dachbalken montiert und messen jeden Änderung im Mikrometerbereich Die sensoren sind an die Seite von der balken montiert und messen jeden micrometer lange Änderung. Die sensoren sind an die Seite von der balken montiert und messen jeden micrometer lange Änderung (Foto: Infra Sensor Solutions).
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Die Sensoren sind an der Seite der Dachbalken montiert und messen jeden Änderung im Mikrometerbereich Die sensoren sind an die Seite von der balken montiert und messen jeden micrometer lange Änderung. Die sensoren sind an die Seite von der balken montiert und messen jeden micrometer lange Änderung (Foto: Infra Sensor Solutions).
27.02.2015