OB Peter Jung: Trassennetz soll ausgebaut werden

Blick von einer Nordbahntrassenbrücke über die Stadt
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Nach der erfolgreichen Eröffnung der Nordbahntrasse soll das Wuppertaler Trassennetz weiter ausgebaut werden. "Am riesigen Erfolg der Nordbahntrasse sehen wir, dass Wuppertal auch als Fahrradstadt sehr attraktiv sein kann", erklärte Oberbürgermeister Peter Jung.
"Daher will ich eine Bestandsaufnahme der Erweiterungsmöglichkeiten erarbeiten lassen. Wo können zusätzliche Streckenanschlüsse ins Netz eingebunden werden? Welche Fördermöglichkeiten gibt es dafür? Und welche Eigenanteile müssten aufgebracht werden? Diese Bestandsaufnahme soll als Arbeitsbasis im Stadtentwicklungsprozess "Wuppertal 2025" verankert werden." Die Erweiterung des Wuppertaler Trassennetzes wird damit als eins der Stadtentwicklungsprojekte definiert, die die Lebensqualität in Wuppertal besonders verbessern und daher bis zum Jahr 2025 mit höchster Priorität verfolgt und umgesetzt werden sollen.
Brücke Wüstenhöfer Straße
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"Das Thema "Fahrrad-Stadt Wuppertal" ist innerhalb des Strategieprozesses ohnehin als ein Schlüsselthema ganz oben angesiedelt", so Jung. "Wir haben dazu zahlreiche Bürger-Vorschläge erhalten. Das zeigt, dass die Entwicklung Wuppertals als Fahrrad-Stadt den Menschen wichtig ist. Die Streckenverbindungen, die aktuell in diesem Zusammenhang diskutiert werden, hat die Verwaltung schon lange im Auge. Allerdings hat der Bau der Nordbahntrasse bisher natürlich Vorrang gehabt und alle Ressourcen gebunden."

 

Die Aktivierung des Schwarzbach-Viaduktes sei, angetrieben vom Bürgerforum Oberbarmen und den beiden Bezirksvertretungen Langerfeld und Oberbarmen, ein Wunschprojekt für die nächste Auflage des Förderprogramms Soziale Stadt Oberbarmen-Wichlinghausen für die Jahre 2015 bis 2022. "Die Strecke nach Schwelm hat die Stadt bereits bis zur A 1 gekauft", so Jung.

 

Die alte Trasse Loh-Hatzfeld werde seit der Stillegung im Jahr 1980 bei Wohnbau- oder Ansiedlungsvorhaben immer berücksichtigt, um auch hier einen Radweg realisieren zu können, sobald eine Förderung möglich und der nötige Eigenanteil aufzubringen sei: "Dazu brauchen wir Partner", betont der Oberbürgermeister.

 

"Auch die Verlängerung der Sambatrasse in Richtung Elberfelder Innen-stadt wäre ein interessantes, aber gleichzeitig ingenieurtechnisch sehr ambitioniertes Projekt. Denn hier müssten Lösungen entwickelt werden, wie der Radverkehr durch den rechts und links verlaufenden Eisenbahn-betrieb geführt und am Ende der Trasse ins städtische Straßennetz gelei-tet werden kann."

28.01.2015