Kröten & Co. bald wieder unterwegs

Kröte
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Foto: Peter Noltze, Station Natur und Umwelt
Tagsüber erreichen wir schon frühlingshafte Temperaturen. Wenn es demnächst auch nachts deutlich über Null Grad (etwa 8 Grad) bleibt, verlassen Frösche und Kröten ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Während der kalten Wintermonate haben die Tiere in frostsicheren Verstecken (z.B. im Wald) ausgeharrt und warten jetzt darauf, sich auf den Weg zu Teichen und Tümpeln zu machen. Dort legen Sie ihre Eier ab, aus denen sich dann im Laufe der folgenden Wochen Kaulquappen und später kleine Frösche und Kröten entwickeln - ein tolles Naturschauspiel.    

Auf ihrem Weg müssen die Amphibien jedoch viele Hindernisse überwinden. Straßen sind dabei besonders gefährlich für die Tiere. Zahlreiche freiwillige Helfer (z.B. Bürgervereine, Anwohner, Schulen und die Bergische Universität) unterstützen das städtische Umweltressort und die Station Natur und Umwelt auch in diesem Jahr. Sie sammeln die Tiere ein und bringen sie über die Straße zum nahegelegenen Gewässer.

An den besonders betroffenen Stellen im Stadtgebiet werden zum Schutz der Tiere zurzeit Amphibienschutzzäune aufgestellt sowie nächtliche Straßensperrungen oder auch Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet. Autofahrer sollen in den kommenden Wochen auf die Hinweisschilder achten und auf den betroffenen Streckenabschnitten besonders vorsichtig fahren oder diese Bereiche während der Amphibienwanderung nach Möglichkeit meiden.

Da sich die Tiere erst in der Dämmerung auf den Weg machen, sind auch die Helfer im Dunkeln aktiv. Daher ist besondere Rücksichtnahme notwendig!                                                                                                                               

Zum Eigenschutz sollten jedoch auch die Helfer beitragen und auffällige, helle Kleidung, am besten mit reflektierenden Streifen, tragen, um von den Autofahrern besser gesehen zu werden.

Die Station Natur und Umwelt und das Umweltressort werden mehrere Sammelaktionen vor Ort (z.B. in der Lüntenbeck und am Böhler Weg) anbieten. Für alle Interessierten, vor allem Familien mit Kindern, gibt es dann interessante Infos über die Biologie der Tiere und über die praktischen Maßnahmen zum Schutz der Amphibien in Wuppertal. Die Termine werden in Abhängigkeit von der Witterung geplant und über die Presse bekannt gemacht.

 

Informationen gibt es auch unter www.wuppertal.de/umweltschutz oder direkt beim Ressort Umweltschutz der Stadt (Tel.0202/ 563 5343).

 

18.03.2015