Wupper wird auf weiteren 2,5 Kilometern natürlicher

Bagger in der Wupper
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In dieser Woche starteten die Arbeiten für den Wupperabschnitt zwischen Blombachtalbrücke und Waldeckstraße.

Mit dem Beginn des Frühjahrs nehmen die Stadt Wuppertal und der Wupperverband einen weiteren Wupperabschnitt in Angriff. In dieser Woche startete die naturnahe Gestaltung des Wupperlaufs in dem rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der A1 / Blombachtalbrücke und der Brücke Waldeckstraße in Heckinghausen. Wie schon bei den bisherigen Wupperprojekten heißt auch hier die Devise, dem Stadtfluss im Rahmen des Möglichen wieder mehr Dynamik und Natürlichkeit zu verleihen.

Inseln für die Wupper

Rund 500 Tonnen Steine wurden bereits Anfang März geliefert. Sie werden nun dazu genutzt, das kanalartige Flussbett aufzulockern. Große Störsteine, Inseln und Steinschüttungen am Ufer, die auch ein Wupperhochwasser überstehen, sorgen für eine abwechslungsreiche Strömung. Statt einer eintönig kanalisierten Wupper soll ein lebendiger Fluss mit unterschiedlichen Zonen entstehen, z. B. mit Ruhebereichen für Fische und Kleinlebewesen und auch mit turbulenten Strömungen.

Mehr Abwechslung im Strömungsmuster bedeutet auch mehr Sauerstoff im Fluss. Durch die naturnahe Gestaltung wird die Wupper mitten im dicht bebauten Stadtgebiet wieder zu einem attraktiven Lebensraum für Fische und Kleinlebewesen. Ein lebendiger Flusslauf trägt außerdem zur Steigerung der Lebensqualität für die Menschen in der Stadt bei.

32 Fischarten im Fluss

Bevor die Bagger zur Gestaltung des Gewässerbettes zum Einsatz kommen, haben Fischereiexperten die gesamte Stecke abgefischt und ermitteln den Bestand und die verschiedenen Fischarten. Es fühlen sich bisher schon wieder 32 Arten in der Wupper wohl. Die Fische aus dem Flussabschnitt wurden in benachbarte Wupperbereiche umgesetzt. In den letzten Jahren wurden so auch wieder die Meerforelle und der Lachs beobachtet, letzterer wurde seit 1840 für über 160 Jahre in der Wupper nicht mehr gesichtet.

Das Projekt ist Teil des ökologischen Maßnahmenprogramms der Stadt Wuppertal. Die Kosten für diesen Abschnitt betragen rund 400.000 Euro und werden zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. 20 Prozent bestreitet die Stadt Wuppertal mit Geldern, die für den naturnahen Gewässerausbau zweckgebunden sind.

Je nach Witterung und Wasserstand der Wupper werden die Arbeiten ca. vier bis sechs Monate dauern. In diesem Zeitraum kann es temporär zu Gewässertrübungen kommen, die durch die Arbeiten verursacht werden, aber keinen Einfluss auf die Wasserqualität haben.

Weiterer Mosaikstein im Gesamtbild

Mit dem aktuellen Projekt fügt sich ein weiterer Mosaikstein in das Gesamtbild ein. Der aktuell bearbeitete Wupperabschnitt setzt oberhalb des bereits in 2009 umgestalteten Bereichs Rosenau in Oberbarmen an. Insgesamt wurden in Wuppertal bisher rund sechs Kilometer des Wupperlaufs naturnah gestaltet. Nach Abschluss des Projektes zwischen Blombachtalbrücke und Brücke Waldeckstraße werden es bereits rund 8,5 Kilometer sein.

Weitere Projekte sind in Planung, z. B. der Wupperabschnitt im Bereich Pfälzer Steg / Brändströmstraße in Wuppertal-Oberbarmen im kommenden Jahr. Bis zum Jahr 2025 wollen die Stadt Wuppertal und der Wupperverband gemeinsam die "städtische" Wupper mit ca. 15 Kilometern naturnah entwickeln. Somit ist in diesem Jahr bereits mehr als die Hälfte der geplanten Strecke geschafft.
26.03.2015
 
 

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