1,6 Millionen Euro für "Perspektiven in Oberbarmen"

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Das Jobcenter Wuppertal erhält 1,6 Millionen Euro Fördergelder für sein Projekt "Perspektiven in Oberbarmen" (PiO). Das Geld kommt vom Bundesprogramm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier). Oberbarmen als Stadtteil profitiert damit von diesem Qualifizierungsprojekt für Migranten.

Die Nordbahntrasse ist eine nicht mehr wegzudenkende Verkehrs- und Lebensader für Wuppertal geworden und begünstigt zunehmend die Ansiedlung neuer Angebote im Bereich Freizeit, Gastronomie und Tourismus.

 

Dieses Potential hat das Jobcenter Wuppertal erkannt und sein Projekt "PiO - Perspektiven in Oberbarmen" auf dem brachliegenden Industriegelände des ehemaligen Bünger-Textilwerks direkt an der Nordbahntrasse in Oberbarmen angesiedelt. Im Rahmen dieser Initiative werden überwiegend Migranten qualifiziert und können sich praxisnah in den Bereichen Handwerk, Service und Garten- und Landschaftsbau erproben.

Dieses Konzept war offenbar so überzeugend, dass das Jobcenter sich im Förderwettbewerb des Bundesprogramms BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) durchsetzen konnte: "Das Projekt erhält für die dreijährige Laufzeit Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro", freut sich Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn.

In Kooperation mit den Bildungsträgern Wichernhaus, alpha e.V. und GBA (Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH) und weiteren Partnern werden über 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Teile des brachliegenden Industrieareals Bünger wiederbeleben mit der Perspektive, dort ein Hostel mit Café zu betreiben. Auch die Einrichtung eines Touristpoints ist in Planung - denn die direkte Anbindung an die Nordbahntrasse zeichnet sich als entscheidender Standortvorteil aus.
So sieht es auch Dr. Andreas Kletzander, Vorstand für Arbeitsmarkt und Kommunikation der Jobcenter Wuppertal AöR: "Durch die Nähe zur Nordbahntrasse erfährt das über Jahre stillgelegte Areal eine Aufwertung. Aber auch die Nordbahntrasse gewinnt durch eine Anbindung an touristische Dienstleistungen an Attraktivität und profitiert von den zusätzlichen Angeboten."

"Ich freue mich, dass es uns mit diesem Projekt gelingt, die Chancen der zugewanderten Menschen auf die Integration in Arbeit zu erhöhen und bei uns Fuß zu fassen. Denn die gesellschaftliche Teilhabe gelingt am besten über Arbeit" so Sozialdezernent Dr. Kühn. "Das BIWAQ-Projekt bietet uns insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage eine tolle Chance, auch den anerkannten Flüchtlingen und Bleibeberechtigten schnell ein passendes Angebot für ihre Arbeitsmarktintegration zu unterbreiten", resümiert er.

09.10.2015
 
 

BIWAQ-Programm

Das mit Mitteln des ESF (Europäischer Sozialfond) und des BMUB (Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) geförderte BIWAQ-Programm zielt darauf ab, die Lebens- und Arbeitschancen der Bewohnerinnen und Bewohner in benachteiligten Quartieren zu verbessern, städtebauliche Investitionen zu fördern und die Lokalökonomie zu stärken.