Flüchtlingsunterbringung: Stadt prüft diverse Objekte

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Die Stadt prüft derzeit unter Hochdruck diverse Objekte, die im Falle weiterer Sofort-Zuweisungen von Flüchtlingen durch die Bezirksregierung zur Verfügung stehen könnten.
"Dazu gehören sowohl Sporthallen als auch Gewerbehallen und andere Immobilien", erklärt Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn.

"Ganz oben auf der Liste dieser Objekte steht derzeit der Sporthallenkomplex im Schulzentrum Süd. Denn er ist die einzige geeignete Option, auf die wir ad hoc zugreifen könnten, wenn die Bezirksregierung uns mit kurzem Vorlauf tatsächlich 200 oder mehr Flüchtlinge zur Vermeidung von Obdachlosigkeit zuweisen sollte. Dies heißt jedoch nicht, dass es dort tatsächlich zu einer Belegung kommt. Entgegen anders lautenden Gerüchten gibt es eine solche Ad hoc-Zuweisung bisher nicht. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sie kommt und wir dann gemeinsam mit den betroffenen Schulen, Vereinen und dem Stadtsportbund versuchen müssen, die Belastungen so gering und so kurz wie möglich zu halten. Dazu gehört zuallererst, dass wir schnellstmöglich Alternativobjekte identifizieren, um eine Belegung der großen Schul- und Vereinssporthallen zu vermeiden oder zumindest so eng wie möglich zu begrenzen. Wir sind in guten Gesprächen mit den Schulleitungen des Gymnasiums und der Realschule im Schulzentrum Süd sowie mit dem Stadtsportbund."


Am vergangenen Mittwoch hatte die Bezirksregierung zehn kreisfreie Städte mit der Vorgabe angeschrieben, kurzfristig mindestens 300 weitere Notunterkunftsplätze für Flüchtlinge zu schaffen. Ob, wann und in welcher Größenordnung eine Zuweisung tatsächlich erfolgt, ist aus Sicht der Stadt noch völlig unklar.

02.09.2015