Schüler bauen Müngstener Brücke nach

Einige der Schüler und Oberbürgermeister Mucke bei der Ausstellungs-Eröffnung
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Jetzt steht die Müngstener Brücke im Rathaus in Barmen: Natürlich passt in den Lichthof des Rathauses nicht das Original aus dem Bergischen Städtedreieck, sondern ein Nachbau im Maßstab 1:100.

Jetzt steht die Müngstener Brücke im Rathaus in Barmen: Natürlich passt in den Lichthof des Rathauses nicht das Original aus dem Bergischen Städtedreieck, sondern ein Nachbau im Maßstab 1:100.

Im Schülerprojekt "Müngstener Brücke - erschaffe das Meisterwerk neu!" haben Jugendliche ihr eigenes Modell der ehemals Kaiser-Wilhelm-Brücke nachgebaut. Das Partnerunternehmen Vogel Bauer-Edelstahl und die Fachlehrer des Technischen Berufskollegs Solingen sorgten für das Gelingen. Veranstalter und Koordinator des Kurses war das Bergische Schul-Technikum zdi-Zentrum BeST mit Sitz an der Bergischen Universität Wuppertal

Bei einer Betriebsbesichtigung in der Firma Vogel-Bauer bekamen die Schüler einen ersten Eindruck von der Edelstahlbranche. Natürlich wurde auch das Original besucht. Die Jugendlichen inspizierten die 107 Meter hohe Eisenbahnbrücke sowohl zu Fuß von unten, als auch durch eine Zugfahrt. Dabei wurde fotografiert, es wurden Vermessungen durchgeführt und Skizzen angefertigt, um später das maßstabsgetreue Modell in den Werkstätten des Technischen Berufskollegs Solingen nachzubauen.

In Kleingruppen haben die Schülerinnen und Schüler die Stützpfeiler der Brücke aufgestellt. Zum Schluss konstruierten alle Jugendlichen gemeinsam den Oberbau samt Gleisbett. Bleche schneiden, kanten, lochen und durch eine Lochpunktschweißung verbinden - all dies waren wichtige Fertigungsschritte.

Die Präsentation des Modells im Lichthof des Barmer Rathauses wird begleitet von vierundzwanzig großformatigen Plakaten, die den Einsatz der Jugendlichen und ihrer Dozenten während des Schaffensprozesses zeigen

Die Ausstellung endet am Freitag, den 13. Mai 2016. Bis dahin ist ein Besuch während der üblichen Öffnungszeiten des Barmer Rathauses möglich.

Das Projekt zdi-Zentrum BeST wird seit 2008 von der Bergischen Universität Wuppertal getragen und finanziell vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Engagierten Unternehmen im Bergischen Städtedreieck gibt das Bergische Schul-Technikum die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes Nachwuchskräfte zu akquirieren und es ergänzt bereits existierende Aktivitäten, um junge Menschen frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Bildung und Berufe zu interessieren. Die Teilnahme an allen Kursen des Bergischen Schul-Technikums ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig und kostenfrei.

19.04.2016