Schwarzbachtrasse in Förder-Wettbewerb positiv bewertet

Trasse im Grünen
+
Die Verlängerung der Nordbahntrasse über das Schwarzbach-Viadukt Richtung Langerfeld wurde im Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" positiv bewertet und eine Förderung des Projektes in Aussicht gestellt. Das hat der Projektträger Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit jetzt der Wuppertalbewegung e.V. mitgeteilt.

Im April hatte die Wuppertalbewegung eine Projektskizze für die Trassenverlängerung zum Wettbewerb eingereicht. Aus insgesamt 183 Bewerbungen wurde unter anderen die Schwarzbachtrasse als modellhaftes Projekt ausgewählt. Bis Ende September soll die Wuppertalbewegung nun einen umfassenden Förderantrag einreichen.

Oberbürgermeister Andreas Mucke und der Vorsitzende der Wuppertalbewegung, Dr. Carsten Gerhardt, begrüßen die Entscheidung der Jury als Bestätigung der erfolgreichen Trassen-Idee. Andreas Mucke erklärt dazu: "Die Aktivierung des Schwarzbach-Viaduktes, angetrieben von der Wuppertalbewegung, vom Bürgerforum Oberbarmen und den beiden Bezirksvertretungen Langerfeld und Oberbarmen, ist ein Wunschprojekt für den weiteren Ausbau unseres Trassennetzes. Am riesigen Erfolg der Nordbahntrasse sehen wir, dass Wuppertal auch als Fahrradstadt sehr attraktiv sein kann. Die Strecke nach Schwelm hat die Stadt daher bereits bis zur A 1 gekauft und so gesichert."

Auch im Stadtentwicklungsprozess "Wuppertal 2025" sei die "Fahrradstadt Wuppertal" mit hoher Priorität verankert, betont Mucke. Allerdings habe die Fertigstellung der Nordbahntrasse natürlich Vorrang vor neuen Projekten gehabt und binde auch weiterhin viele Ressourcen.

Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung, drückte seine große Freude über die Juryentscheidung aus und dankte den Mitgliedern der Wuppertalbewegung für ihren engagierten Einsatz bei der Erstellung der Projektskizze.

"Unser Dank gilt außerdem unseren Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer, Peter Hintze und Jürgen Hardt, die sich in Berlin für das Projekt Schwarzbachtrasse eingesetzt haben", erklärten Mucke und Gerhardt gemeinsam.

Stadt und Wuppertalbewegung e.V. wollen bei der Erstellung des Förderantrages kooperieren. Da die Stadt nicht den Eigenanteil stellen kann, muss dieser wie bei der Nordbahntrasse durch die Wuppertalbewegung, Sponsoren und über die Beteiligung des Zweiten Arbeitsmarktes aufgebracht werden.

Auch für die notwendigen Kapazitäten der Stadt als Genehmigungsbehörde müssen noch Lösungen zur Begleitung des Projektes gefunden werden, denn die personellen Ressourcen in der Verwaltung sind bis in das Jahr 2018 im Projekt Döppersberg, bei der Nordbahntrasse und anderen dringenden Brücken- und Straßenbauprojekten gebunden, die vor allem wegen des Projektes Nordbahntrasse in den vergangenen Jahren zurück gestellt worden waren.

Am Tisch von Oberbürgermeister Andreas Mucke sollen daher zeitnah Gespräche darüber geführt werden, wie bis Ende September der Antrag formuliert und das Vorhaben umgesetzt werden könnte. Dabei wollen Stadt und Wuppertalbewegung ihre Erfahrungen aus dem Projekt Nordbahntrasse nutzen. Die Akteure hoffen außerdem, dass sie auch im Fall der Realisierung der Schwarzbachtrasse auf die bewährte Unterstützung des Zweiten Arbeitsmarktes, des Wichernhauses, der GbA Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH und des Jobcenters setzen dürfen.

05.08.2016