Panagiotis Paschalis ein Jahr im Amt

Panagiotis Paschalis und seine zwei Mitarbeiter aus dem Bürgerbeteiligungs-Team
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Seit einem Jahr ist Panagiotis Paschalis Beigeordneter für Bürgerbeteiligung, Recht, Beteiligungsmanagement und E-Government.

Fast jeden Tag hat er bislang Vorträge gehalten, Bürgerversammlungen besucht, Ortstermine wahrgenommen und Gespräche mit Vereinen, Institutionen und Behörden geführt, um sich vorzustellen, Kooperationspartner kennenzulernen und über die Bürgerbeteiligung zu informieren.

Im Bereich Bürgerbeteiligung hat er mit seinem kleinen Team große Projekte und neue Formate initiiert. Mit 150 Bürgerinnen und Bürgern im neuen Veranstaltungsformat als World-Café startete im Mai in der Ge-samtschule Barmen die Entwicklung von Leitlinien, die künftig die Beteiligung der Wuppertaler an den Themen der Stadt verbindlich verankern sollen. Wer nicht am World-Café teilnehmen konnte, hatte die Möglichkeit über ein neu eingerichtetes Online-Portal mitzuwirken.

In einer repräsentativen Befragung wurden Erwartungen und bisherige Erfahrungen von Bür¬gern mit Beteiligungsprojekten und der Arbeit von Rat und Verwaltung erhoben.

In Sachen Transparenz betritt Wuppertal auch mit einem neuen Open-Data-Portal Neuland. Die Stadt Wuppertal und weitere Akteure stellen Daten zur Verfügung, die jeder einsehen und verarbeiten kann. Die Nutzung solcher offener Daten kann einen Innovationsschub auslösen.

Mit großer Spannung schaut Panagiotis Paschalis auf eine weitere Premiere für Wuppertal: "Das Bürgergutachten zur Seilbahn-Idee ist mit guter Bürger-Resonanz auf dem Weg. "Bürgergutachten sind ein wichtiges Element der Beteiligung. Ich freue mich sehr auf engagierte, lebhafte Diskussionen. Die Bürger, die jetzt mitmachen, setzen einen Meilenstein in der Geschichte der Wuppertaler Bürgerbeteiligung."

Der neue Geschäftsbereich ist außerdem an diversen weiteren Projekten beteiligt, angefangen bei der Forensik-Ansiedlung bis zur Entwicklung des neuen Nahverkehrsplans und der Qualitätsoffensive Innenstadt. Die Internetseite und der erste von der Stadt eingerichtete Twitter-Kanal "Beteiligung im Tal" halten Interessierte über alles zur Bürgerbeteiligung auf dem Laufenden. Panagiotis Paschalis versteht sich als Motor und Initiator: "Mit einem Beigeordneten für Bürgerbeteiligung hat dieses Thema in Wuppertal auch politisch den Stellenwert bekommen, der für die Stärkung der Beteiligungskultur notwendig und sinnvoll ist", betont er. Er und seine beiden Mitarbeiter erarbeiten dazu die für Wuppertal passenden Konzepte.

Paschalis ist zudem zentraler Ansprechpartner der Bürger bei allen Fragen zur Bürgerbeteiligung. Dass zu seinem Geschäftsbereich noch ganz andere Aufgaben gehören, gerät angesichts der hohen Erwartungen an die Bürgerbeteiligung gerne aus dem Fokus.

Paschalis managt die 56 kommunalen Beteiligungen im Konzern Stadt und will Controlling und gute Unternehmensführung im Konzern Stadt Wuppertal weiter entwickeln. "Wir müssen da als Eigentümer unsere Erwartungen gegenüber den Töchtern noch stärker als Ziele formulieren", erklärt er dazu.

Auch der Bereich Recht und Vergabe, der ebenfalls zum Geschäftsbereich gehört, sieht sich zahlreichen neuen Herausforderungen gegenüber. Die Mitarbeiter sind in vielen komplexen Vergabeverfahren einbezogen und begleiten juristisch große Projekte, Vorhaben und Verfahren.

Der größte Brocken im Geschäftsbereich hält auch die aktuell größte Herausforderung bereit: das Bürgeramt, zu dem das Standesamt, das Straßenverkehrsamt, der Bereich Statistik und Wahlen und eben auch das Einwohnermeldeamt gehören. "Die im Einwohnermeldeamt für Bürger und Mitarbeiter gleichermaßen bestehenden unhaltbaren Zustände durch lange Warteschlangen werden konsequent angegangen. Hier müssen wir uns völlig neu aufstellen", sagt Paschalis mit Blick auf die Situation vor und während der Schulferien. "Meine Vorstellung ist ein helles, großzügiges, zentrales Bürgeramt mit effizienten Abläufen, die wir trotz des großartigen Engagements der Mitarbeiter in unserem Gebäude am Steinweg, so wie es heute ist, einfach nicht schaffen können."

Eine große Baustelle für den Geschäftsbereichsleiter stellt schließlich auch E-Government dar. Verwaltungsleistungen sollen nach Möglichkeit vom heimischen PC aus abgerufen und erledigt werden können, so wie man es von Banken und Versicherungen her kennt. Dazu bedarf es der Umstellung von Arbeitsprozessen und der Einführung neuer Technologien. "E-Government ist eine der bedeutenden Herausforderungen für Wuppertal, um die städtischen Dienstleistungen bürgerfreundlicher und effektiver zu gestalten. Es ist ein auf Jahre angelegtes laufendes Projekt", so Beigeordneter Paschalis.

29.08.2016