Modellprojekt für die Wupper

In einem Modellprojekt zwischen der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG), der GESA gGmbH und der Jobcenter Wuppertal AöR werden arbeitslose Menschen die Reinigung der Wupperufer übernehmen.

Ziel des Projektes ist es, die Teilnehmer durch die praxisnahe Qualifizierung und Beschäftigung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung durch verschiedene Maßnahmen ist der GESA sowohl die Arbeit mit der Zielgruppe der Arbeitslosen als auch die Arbeit im Garten- und Landschaftsbau vertraut.


Die AWG hat im Bereich der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung eine über zehnjährige Erfahrung. Daneben sind der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW), die Grünflächenunterhaltung der Stadt Wuppertal, das Ressort Umweltschutz und der Wupperverband zur fachlichen Beratung in das Projekt einbezogen. In die Konzeption des Modellprojekts sind die Erfahrungen aus diesen Maßnahmen eingeflossen.


Mit dem Projekt soll erprobt werden, wie sich praktische gemeinnützige Arbeit von arbeitslosen Menschen durch einen Wirtschaftsbetrieb organisieren lässt und durch Qualifizierungsblöcke eines Bildungsträgers ergänzt wird. Diese Kombination von Qualifizierung, beruflicher Erprobung und praktischer gemeinnütziger Arbeit, die im öffentlichen Raum sichtbar ist, ist in dieser Form neu.


Federführung und Finanzierung des Qualifizierungsprojekts liegen beim Jobcenter Wuppertal. Zielgruppe des Projekts sind arbeitslose Männer und Frauen aus Wuppertal, die vom Jobcenter Leistungen nach dem SGB II beziehen. In Wuppertal zählen aktuell 13.195 Personen der knapp 17.000 Arbeitslosen dazu.


Durch das Projekt erhalten Menschen die Chance, sich auf dem Arbeitsmarkt zu erproben und sich für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Eine sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während der Projektteilnahme ist vorgesehen.


Insgesamt werden sieben Teilnehmerplätze bereitgestellt. Die Gesamtdauer des Projekts ist unbestimmt - die Mindestdauer sollte ein Jahr sein. Die mittelfristige Überleitung in eine ständige Aufgabe mit entsprechend festen Arbeitsplätzen ist nicht ausgeschlossen.


Das Projekt startete am 01.12.2016. Insgesamt neun Monate lang sind die Teilnehmer praktisch tätig, die Qualifizierungsblöcke finden insgesamt dreimal statt und dauern jeweils einen Monat. Während der praktischen Erprobung werden die Wupperufer sauber gehalten. Zu den Kernaufgaben zählen das Säubern, Pflegen, Unterhalten und Herrichten der Wupperufer. Auch das Entfernen von Graffiti und Farbschmierereien, die Beseitigung von Neophyten sowie kleinere Grünpflegearbeiten und die Beseitigung von "Dreckecken" gehören dazu.


Die praktische Erprobung hat einen Umfang von insgesamt neun Monaten und wird von einem Anleiter der AWG betreut. In den Qualifizierungsblöcken lernen die Teilnehmer für die praktischen Aufgaben. Dazu zählen schwerpunktmäßig Inhalte aus dem Garten- und Landschaftsbau und Pflanzenkunde, Arbeitsschutzvorschriften, insbesondere im Umgang mit Maschinen, Geräten, Gefahrstoffen sowie sonstigen Werkstoffen und Materialen. Auch Themenbereiche wie Gesundheit, Bildung und Soziales werden tangiert.


Seitens der GESA kommen eine Lehrkraft und ein Pädagoge zum Einsatz. Seitens der AWG/ESW wird ein Mitarbeiter als Anleiter für die beruflichen Erprobung zur Verfügung stehen.

12.12.2016