Empfang für GEPA: Gäste aus Peru berichten über Klimawandel

Gruppenbild unter anderem mit Oberbürgermeister Andreas Mucke (rechts,vordere Reihe)Gästen Rosa Guamán, Präsidentin des internationalen Dachverbandes für Kleinbauernorganisationen (zweite von rechts),Santiago Paz, Exportmanager der peruanischen Genossenschaft Noradino (dritter von rechts) und Geschäftsführer GEPA Mathias Groth (vierter von rechts)
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Am Dienstag, 9. Februar, hat Oberbürgermeister Andreas Mucke die Geschäftsführung der in Wuppertal ansässigen Fair-Handelsgesellschaft GEPA und einige ihrer Handelspartner aus Peru empfangen. Geschäftsführer Mathias Groth kam mit seinen Gästen Rosa Guamán, Präsidentin des internationalen Dachverbandes für Kleinbauern-organisationen, und Santiago Paz, Exportmanager der Genossenschaft Noradino, ins Rathaus.

Fast hätte der OB noch einen weiteren hohen Gast aus der Staatsführung des südamerikanischen Landes begrüßen können, denn bis vor wenigen Tagen stand mit Marisol Espinoza sogar noch die erste Vizepräsidentin Perus auf der Teilnehmerliste. Doch musste sie kurzfristig wegen terminlicher Schwierigkeiten absagen.

Bei seiner Willkommensansprache machte Mucke deutlich, dass er in Kontakt mit der GEPA stehe, seit er politisch arbeitet. Er finde es wichtig, dass sich das Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung einsetze. Er machte deutlich, dass alle Menschen in einer Welt lebten und daher zusammenarbeiten müssten. Der Oberbürgermeister regte zudem an, das Konsumverhalten zu überdenken, um die generellen Zustände zu verändern.

Anschließend stellte Santiago Paz, Exportmanager der Genossenschaft Noradino, seine Organisation vor, die aus 7000 Kleinbauern besteht. Eindringlich beschrieb er, dass Teile Perus jetzt schon unter den Folgen des Klimawandels litten. So sei der Niederschlag mancherorts von zehn Millimetern pro Quadratmeter auf 500 Millimeter pro Quadratmeter gestiegen. Dies habe weitreichende Folgen für die ganze Infrastruktur, die darauf nicht ausgelegt sei. So komme es zu starken Bodenverlusten durch Erosion.

Santiago Paz verlas auch eine Grußbotschaft von Vizepräsidentin Espinoza. Sie bedauerte, nicht in Wuppertal sein zu können. Das Thema der Auswirkungen des Klimawandels liege ihr sehr am Herzen: "Peru ist ein eindrückliches Beispiel für die nachhaltigen Gefahren des Klimawandels: Schon jetzt verschärft sich der Wassernotstand in unserer Hauptstadt. Pro Jahr fallen hier nur im Schnitt neun Liter Wasser pro Quadratmeter, sicherlich unvorstellbar für Wuppertal, die zu den regenreichsten Städten Deutschlands gehört", schildert Espinoza ihre eigenen Eindrücke aus Perus Hauptstadt Lima. Sie zeigte sich jedoch darüber erfreut, dass es als Folge der Klimakonferenz in Paris zu Verträgen gekommen sei, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren und auch die betroffenen Regionen zu unterstützen.  Die Stadt Wuppertal und das Unternehmen GEPA bezeichnete sie als Vorbilder auf lokaler Ebene.

Mathias Groth, GEPA-Geschäftsführer, erläuterte, dass die GEPA schon jetzt versuche, so klimafreundlich wie nur möglich zu arbeiten. Als Beispiel hierfür nannte er ein Umweltprojekt auf den Philippinen, wo 30.000 Bäume in fünf Jahren gepflanzt werden sollen, um den weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß der GEPA zu neutralisieren.

10.02.2016