Fördermittel für Wohnraum: Stadt informiert

Die Stadt rührt die Werbetrommel und geht in die Offensive, und zwar in die Marketingoffensive für Wohnraumförderung.
Ziel ist es, Investoren, Haus- und Wohnungseigentümer und Familien auf einer breiten Basis über die Möglichkeiten der Wohnraumförderung zu informieren.

"Es ist nämlich noch längst nicht bekannt, welche Landesmittel zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus, zur Modernisierung von Gebäuden, zur Erhaltung von Denkmälern oder zur Schaffung von Eigentum zur Verfügung stehen", sieht Baudezernent Frank Meyer Informationsbedarf. Denn es sei nicht im Sinne der Stadt, wenn Fördermittel, die für Schaffung und Verbesserung von Bausubstanz in unserer Stadt hätten gewährt werden können, nicht im vollen Umfang abgerufen werden.

Das zuständige Ressort Bauen und Wohnen möchte Abhilfe schaffen und in der Wohnraumförderung einen neuen Impuls setzen. Dafür sollen unter anderem die verschiedenen Akteure wie Geldinstitute, IHK, Kreishandwerkerschaft, Architekten, Wohnungswirtschaft, Interessenvertreter von Haus- und Grundeigentümern, Wohnungsbaugesellschaften, WSW, WQG, Verbraucherzentrale, Behindertenorganisationen und die Verwaltung in der Stadt zu den Themen Bauen und Wohnen an einen Tisch geholt werden.

Ziel ist es, den Wohnungsmarkt in Wuppertal zu unterstützen und attraktiven, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und zu schaffen. Geplant sind verschiedene Flyer, eine verbesserte Internetpräsenz, regelmäßige Veröffentlichungen und Veranstaltungen.

Martina Justus-Lohrmann, Leiterin der Abteilung Bauförderung und Wohnen, nennt nur ein paar Beispiele der noch zu wenig bekannten und damit auch wenig genutzten Fördermöglichkeiten: "Das Land NRW unterstützt seit langem mit öffentlichen Mitteln in Form zinsgünstiger oder sogar zinsloser Darlehen die Schaffung von selbstgenutztem Wohnraum für Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderung und den Bau von Sozialwohnungen für Personen, die sich aus eigenen Mitteln nicht mit angemessenem Wohnraum versorgen können. Darüber hinaus werden im Wohnungsbestand der Abbau von Barrieren und die Verbesserung der Energieeffizienz gefördert."

Ebenfalls im Sinne der Stadt sind günstige Darlehen, die dazu beitragen, dass selbstgenutzte denkmalgeschützte und erhaltenswerte Bausubstanz als Zeugnis der Geschichte Wuppertals erhalten werden kann.

Ganz aktuell gibt es ein Förderprogramm für die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlin-ge. Auch das Land startet dazu eine Wohnungsbaukampagne: Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) und das Bündnis für Wohnen wollen in den nächsten Jahren 120.000 Neubauwohnungen errichten.

Erste Informationen über die verschiedenen Förderprogramme gibt es im Internet unter www.wuppertal.de/wohnraumfoerderung. Telefonische Terminvereinbarungen für ein persönliches Beratungsgespräch sind unter der Rufnummer 0202 563-7007 möglich.

12.01.2016