Stadt macht zwei Spielplätze wieder schön

Zwei Spielplätze erstrahlen in neuem Glanz: Mit Hilfe des Förderprogramms Soziale Stadt hat die Stadt die Spielplätze Windhukstraße und Eintrachtstraße neu gestaltet.

Spielplatz Windhukstraße

Die Fläche Windhukstraße gehört der evangelischen Kirchengemeinde Langerfeld. Die Gemeinde verpflichtet sich im Gegenzug, dass der Spiel- und Bolzplatz öffentlich nutzbar ist - wie vor dem Umbau auch. 


Die neue Bolzplatzfläche ist 32 mal 16 Meter groß und mit einem synthetischen Belag aus Kunstrasen ausgestattet. Eine multifunktional nutzbare Laufbahn ergänzt den Bolzplatz. Die multifunktionale Asphaltfläche ist auch als Trainingsfläche für den Roller-Derby Sport geeignet, hat sie doch die erforderlichen Maße mit innenliegendem Kunstrasenbolzplatz.


Roller-Derby ist ein aus den USA kommender Sport, der häufig von Mädchen in unterschiedlichen Ligen bis hin zur Bundesliga gespielt wird. Da Hallenzeiten rar sind, mangelt es diesem Sport an geeigneten Trainingsmöglichkeiten. Eine Outdoor Trainingsanlage in Wichlinghausen kann diesen Sport nach Wuppertal verlagern, wo die hiesigen Lokalmatadore, die Psycho-Dolls, auf Mannschaften aus Düsseldorf, Hilden, Remscheid und Solingen treffen. In NRW gibt es sonst so gut wie keine geeigneten Outdoortrainingsflächen für Roller-Derby. 


Die Anlage dient dem Training. Seitlich befindet sich ein überdachter Jugendtreff und im Eingangsbereich eine Spiel- Kletterkombination für ältere Kinder und Jugendliche.


Der CVJM legte großen Wert auf die Anlage eines Kunstrasenplatzes, um einen attraktiven Bolzplatzfläche anzubieten. Zusammen mit der Skatehalle Wicked Woods, der Parkourarea, dem Kunstrasenplatz am Giesenberg sowie dem Platz auf dem bergischen Plateau werden so für viele Jugendliche innovative Sport-Spiel- und Bewegungsflächen im Stadtteil geschaffen, alle erreichbar und verbunden über die Nordbahntrasse. Insgesamt flossen 240.000 Euro in den Umbau, die Bauzeit betrug sechs Monate.

Spielplatz Eintrachtstraße

Der Spielplatz Eintrachstraße ist durch seine zentrale Lage im Quartier ein wichtiger Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Inzwischen waren die Spielgeräte in die Jahre gekommen. Durch das Förderprogramm Soziale Stadt konnte der Spielplatz wieder schön gemacht werden.


Oberhalb der Nordbahntrasse gelegen, konnte das umliegende Quartier direkt an die Fuß- und Radwegtrasse angebunden werden. Der nächste Zugang wäre für Anwohner sonst nur mit größerem Aufwand zu erreichen gewesen. Da der Spielplatz etwa 12 Meter über der Nordbahntrasse liegt und die Böschung dort sehr steil abfällt, konnte der Zugang nicht völlig barrierefrei ausgebaut werden. Durch eine Kombination aus Treppe und Rampe lässt sich der Höhenunterschied jedoch bewältigen. Neben den Treppen wurden Schieberampen angelegt, damit das Fahrrad dort geschoben werden kann. Dabei kommen sich Radfahrer und spielende Kinder nicht in die Quere. Die Rampe und Treppe wurde zusätzlich beleuchtet.


Der eigentliche Spielbereich wurde komplett neu konzipiert. Die Fläche des Spielplatzes war ausreichend groß, jedoch fehlte eine Trennung zwischen Kleinkindern und größeren Kindern bis hin zu Jugendlichen.


Nun wurde der Zugang zum Spielplatz zur Mitte des Spielplatzes verlegt. Von dort verläuft eine zentrale Achse, die den Spielbereich für Kleinkinder von dem der größeren optisch trennt. Für kleine Kinder gibt es einen großzügigen Sandspielbereich. Der umlaufende Weg hat Sitzgelegenheiten erhalten und bietet  nun auch begleitenden Eltern und Großeltern ausreichend Platz. 


Auch der Spielbereich für Kinder und Jugendliche wurde komplett neu gestaltet. Der Fokus liegt dabei auf Bewegung und Aktivität. Der Sandbereich wird auch dort von einem Fußweg mit Sitzgelegenheiten eingefasst. Die Drehscheibe ist an neuer Stelle wieder eingebaut worden. Dazu gruppieren sich nun zusätzlich eine Kletter- und Balancieranlage, Schaukeln und eine Panna-Anlage. In der Panna-Anlage mit sechs Metern Durchmesser können Jugendliche auf kleinem Raum, eingezäunt auf einer Höhe von zwei Metern, Ball spielen.


Highlight des Spielplatzes ist eine künstliche Felskletterwand, die den oberen Spielbereich mit dem knapp zwei Meter darunter liegenden Fußweg zur Nordbahntrasse verbindet. Die Kletterwand wurde aus Beton modelliert. Von der neu erstellten Kletterwand ergibt sich nun ein toller Ausblick über das Viadukt an der Westkotter Straße bis hinüber zum neu gestalteten Nordpark. Insgesamt wurden 380.00 Euro verbaut, die Arbeiten dauerten fünf Monate.

25.05.2016