Bergischer Verwaltungsvorstand tagte in Wuppertal

Die Mitglieder der Verwaltungsvorstände der drei bergischen Städte auf einer Treppe im Rathaus
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Die Verwaltungsvorstände der drei bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid kamen am Montag, 7. November, zu einer gemeinsamen Sitzung im Wuppertaler Rathaus zusammengekommen.

Vor dem Start in eine umfangreiche Tagesordnung nahmen die drei Oberbürgermeister Andreas Mucke, Tim Kurzbach und Burkhard Mast-Weisz, in deutlichen Worten zu einem Entwurfspapier zur kulturellen Zusammenarbeit der Städte Stellung, das am Wochenende öffentlich geworden war. Dieses Papier sei ein nicht abgestimmter Entwurf und enthalte Aussagen, die von den OBs so nicht mitgetragen würden, erklärten die Stadt-Chefs in Ergänzung zu einer bereits am Sonntag herausgegebenen Erklärung. Sie betonten, Ziel jeder Kooperation müsse es sein, die Angebote von Theater und Orchester in der Region bei schwieriger Finanzlage auskömmlich zu finanzieren und damit langfristig zu sichern: "Die Frage, wie wir dazu gemeinsame Lösungen finden können, müssen wir heute stellen. Alles andere wäre verantwortungslos. Es geht nicht um Abbau, sondern um Erhalt und ein gemeinsames regionales Profil." Konkret sollen zunächst der Austausch von Personal oder auch offensives Ticketmarketing geprüft werden. Kultur in hoher Qualität sei wichtig für die Menschen und ein bedeutender Standortfaktor der Region, betonten die Oberbürgermeister.

In der dreistündigen Sitzung ging es nach dieser Klarstellung um zahlreiche gemeinsame Projekte. Die Sanierung von Schloss Burg soll nach der erfolgreichen Einwerbung von Fördermitteln durch die Bergische Gesellschaft nun unter der Federführung von Solingen angegangen werden. Ein Arbeitsauftrag an die Personalverwaltungen der Städte soll ausloten, wie durch gemeinsames Marketing die Personalrekrutierung verbessert werden kann, denn alle Städte haben inzwischen Probleme, qualifizierte Fachleute, etwa Ingenieure, Erzieherinnen für die Kitas oder Sozialarbeiter zu finden.

Im Bereich E-Government sollen kurzfristig umsetzbare Lösungen die Bürgerfreundlichkeit verbessern. Die Verwaltungsvorstände tauschten sich über aktuelle Entwicklungen bei der BHC-Arena, der Metropolregion Rheinland und die Umsetzung von Förderprogrammen aus. Gesprochen wurde außerdem über die drängenden Fragen der kommunalen Haushalte. Alle Kommunen sind von hohen Kostensteigerungen, etwa im Bereich der Inklusion oder der Integration von Flüchtlingen betroffen. Daher sollen diese Themen weiter im Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" an Bund und Land adressiert werden.

08.11.2016