Hilfe für den Schulalltag mit autistischen Kindern

Rund 60 Personen nahmen an der Info-Veranstaltung in der Hermann-von-Helmholtz-Realschule zum Thema Asperger-Autismus teil.
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Rund 60 Personen nahmen an der Info-Veranstaltung in der Hermann-von-Helmholtz-Realschule zum Thema Asperger-Autismus teil.
Überforderung auf allen Seiten - das ist oftmals das Ergebnis, wenn Kinder mit Asperger-Autismus in der Schule nicht optimal gefördert werden. Dass aber schon kleine Veränderungen im Schulalltag helfen können, haben Lehrer und Einrichtungsleiter in dieser Woche bei einer Info-Veranstaltung in der Hermann-von-Helmholtz-Realschule erfahren. Unterstützung bekamen sie dabei von Joshua.

Joshua ist ein intelligenter Junge. Er lebt mit seinen Eltern und seinen zwei kleineren Geschwistern in einer schönen, geräumigen Wohnung in der Nähe seiner Grundschule. Alles könnte gut sein, doch Joshua hat Probleme mit seinen Mitschülern, es kommt oft zu Missverständnissen. Er zieht sich dann zurück oder läuft sogar weg; manchmal schreit er auch unvermittelt, weil ihn etwas überfordert. Alles mögliche Anzeigen für Asperger-Autismus.

Typische Anzeichen für das Asperger-Syndrom

Wie man dem Jungen nun bestmöglich helfen und seinen Schulalltag gestalten kann, lernten die rund 60 Teilnehmer der kostenlosen Informationsveranstaltung für Lehrer und Einrichtungsleiter. Denn auch wenn Joshuas Werdegang frei erfunden ist, gilt er trotzdem typisch für Kinder und Jugendliche mit einer sogenannten Autismus-Spektrum-Störung.

So erfuhren die Teilnehmer unter anderem, bei wem sie Unterstützung finden und was sie tun müssen, wenn Joshua die Schule wechselt - zum Beispiel von der Grundschule auf eine Realschule. Auch bekamen sie Tipps, wie man einen Schultisch für ein Kind mit Autismus gestaltet, damit er übersichtlich und klar strukturiert ist.

Die Teilnehmer der Veranstaltung erarbeiteten in Workshops Lösungsansätze für den Schulalltag mit Kindern mit Asperger-Autismus. Förderschullehrerin Stephanie Bruder war eine der Moderatorinnen.
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Die Teilnehmer der Veranstaltung erarbeiteten in Workshops Lösungsansätze für den Schulalltag mit Kindern mit Asperger-Autismus. Förderschullehrerin Stephanie Bruder war eine der Moderatorinnen.

Gemeinsame Veranstaltung

Geplant und organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von:

  • Inklusionskoordination beim Schulamt der Stadt Wuppertal
  • Autismus-Therapie-Zentrum Rhein-Wupper
  • Autismusberatung der Bezirksregierung an Wuppertaler Schulen
  • Autismus Wuppertal - Ambulanz und Beratungsstelle
  • Regionales Bildungsbüro Stadt Wuppertal
18.11.2016