Mietspiegel für Wuppertal: Jetzt sind die Vermieter gefragt

Gestaltete Fassaden an den Villen im Briller Viertel
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Rund 9.000 Wuppertaler Vermieter bekommen Anfang Oktober Post: Sie werden um ihre Mithilfe gebeten. Die Stadt möchte zusammen mit den Interessenvertretern der Mieter und der Vermieter einen neuen Mietspiegel für Wuppertal erstellen.

Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die vor Ort üblichen Mieten für Wohnungen. Er hilft Vermietern und Mietern, die Miethöhe oder Mieterhöhungen zu vereinbaren. Damit die Transparenz und Verlässlichkeit für Mieter wie für Vermieter gewahrt bleibt, ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen neue Daten zu erheben, die den aktuellen Stand der Mieten auf dem Wohnungsmarkt wiedergeben.

Der derzeitige Wuppertaler Mietspiegel basiert auf einer Datenerhebung aus dem Jahr 2009 und repräsentiert möglicherweise nicht mehr den aktuellen Stand der Miethöhen auf dem Wuppertaler Wohnungsmarkt. Deshalb soll jetzt ein neuer Mietspiegel erstellt werden. Die Stadt hat dafür jetzt ein Institut beauftragt: Sie möchte einen so genannten "qualifizierten Mietspiegel". Das ist ein Mietspiegel, der nach wissenschaftlichen Grundsätzen erhoben und ausgewertet wird. Für einen solchen qualifizierten Mietspiegel werden jetzt die rund 9.000 Vermieter befragt und gebeten, Angaben zu Größe, Alter, Ausstattung, Modernisierungen und Mietpreis ihrer Wohnungen zu machen.

Die Befragung der Vermieter wird vom 4. Oktober bis zum 4. November laufen. Dabei können die Vermieter wählen, ob sie den Fragebogen ausfüllen und per Post zurück senden oder die Fragen online beantworten. Natürlich werden die Daten anonym erhoben und vertraulich behandelt. Anschließend werden die Daten wissenschaftlich ausgewertet und in einer Tabelle zu-sammengestellt. Haben der zuständige Arbeitskreis und der Rat der Stadt zugestimmt, wird der Mietspiegel auch als Broschüre und im Netz veröffentlicht.

"Wir sind sehr auf die Mithilfe der Vermieter angewiesen und bitten deshalb dringend, sich an der Fragebogen-Aktion zu beteiligen", so Oberbürgermeister Andreas Mucke. "Eine solche aktuelle Datenbasis zur Miethöhe ist für Mieter wie für Vermieter gleich wichtig. So können Entwicklungen beobachtet werden und die Partner im Mietverhältnis haben eine konkrete Richtschnur, wenn es um den Mietpreis geht."

In der Vergangenheit war der Versuch, in Zusammenarbeit von Stadt und Universität einen Mietspiegel zu erstellen, an zu geringer Beteiligung der Befragten gescheitert. "Diesmal haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem von uns beauftragten Forschungsinstitut InWIS Forschung & Beratung aus Bochum einen erfahrenen Partner beauftragt und einen Fragebogen entwickelt, der sich schnell und einfach ausfüllen lässt", so Dezernent Frank Meyer. "Wir hoffen sehr darauf, dass die Vermieter mitziehen und an der Befragung rege teilnehmen."

Rechtzeitig zum Versand der Fragebögen wird auf der homepage der Stadt ein Zugang zur Online-Beantwortung frei geschaltet. Für Rückfragen gibt es dann zudem eine kostenlose Rufnummer bei InWIS unter 0800-5700200 (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr) und eine Email-Adresse Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

20.09.2016