Fakten zur Brücke Max-Planck Straße

Südportal der Max-Planck-Straße
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Blick auf das Südportal der Brücke
Schon bei der ersten regulären Prüfung in 2009 wurde bekannt, dass die Nordbahntrassen-Brücke über die Max-Planck-Straße so stark geschädigt war, dass unmittelbarer Handlungsbedarf bestand. Damals wurde ein Schutzgerüst zur Verkehrssicherung aufgestellt um die Straße gefahrlos nutzen zu können.

Ein unabhängiges Ingenieurbüro hat in 2015 bei einer erneuten regulären Prüfung die Brücke untersucht. Der dabei erstellte Prüfbericht von Dezember 2015 hat die damaligen Ergebnisse bestätigt: die Brücke ist so stark beschädigt, dass sie entweder sofort gesperrt werden muss oder dringend weiter Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Daraufhin wurde die Brücke durch die Stadt weiter gesichert um ihre Erneuerung vorzubereiten.

Nahaufnahme Nordportal der Brücke
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Eine Nahaufnahme vom Nordportal der Brücke

Der desolate Zustand ist auch äußerlich der Brücke anzusehen. Die Bilder auf dieser Seite zeigen lose oder schon abgefallene Steine und zahlreiche offene Fugen an der Brücke.

Die Brücke wird zurzeit, wie angekündigt, abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt. Die Kosten für diese Maßnahme betragen 570.000 Euro. Der Abbruch erfolgt nicht aufgrund einer Einsturzgefahr des Bauwerkes, sondern weil eine Wirtschaftlichkeitsberechnung aus dem Jahr 2013 ergeben hatte, dass Abriss und Neubau günstiger sind als eine Sanierung der Brücke.

Ausgehöhlte Fugen und ausgebrochene Klinker
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Der Zollstock zeigt, wie sehr das Mauerwerk angegriffen ist
Ausgehöhlte Fugen und ausgebrochene Klinker
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Diese Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurde auf Grundlage der Richtlinie zur "Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen im Rahmen von Instandsetzungs-/ Erneuerungsmaßnahmen bei Straßenbrücken" der "Bundesanstalt für Straßenwesen", von einem Fachbüro erstellt. Diese liefert in einem so frühen Stadium der Planung zwar die wirtschaftlichste Lösung für eine Maßnahme, kann aber verständlicherweise nicht die späteren tatsächlichen Baukosten genau erfassen. Sie gibt aber die Tendenz wieder. Aufgrund dieser Wirtschaftlichkeitsbetrachtung stimmten im August 2013 alle Beteiligten (Stadt Wuppertal, Wuppertalbewegung) einem Abriss als die günstigere Lösung zu.

Am jetzt stattfindenden Abriss der Brücke sind zwei unabhängige Büros beteiligt: Das Ingenieurbüro Ruhrberg aus Hagen hat den Brückenabriss geplant. Das Büro IMM aus Bochum überwacht aktuell die Bauausführung.

Das Baustellenschild
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Alle wichtigen Informationen zur Baustelle stehen auf dem Baustellenschild
29.09.2016
 

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