Stadt und WSW für Seilbahn-Projekt

Ein Modell der Seilbahn aus Styropor mit blau angemalter Seilbahn
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Gründlichkeit vor Schnelligkeit sei die Devise gewesen, betonte Oberbürgermeister Andreas Mucke, als er heute die Vorlage zum Grundsatzbeschluss für eine Seilbahn zwischen Döppersberg und den Südhöhen vorstellte.

Aktuell hatte sich der Verwaltungsvorstand am Montagvormittag zusammen mit der Spitze der Wuppertaler Stadtwerke über noch offene Fragen geeinigt und das Papier fertig gestellt, das jetzt den Ratsfraktionen vorgelegt wird. Der Rat soll in seiner Sitzung am 15. Mai über den Vorschlag beraten.

"Das ist ein historischer Beschluss für unsere Stadt", sagte Mucke und verwies darauf, dass vor 116 Jahren die Schwebebahn in Betrieb gegangen sei. "Die Schwebebahn ist ein tolles, bestens genutztes öffentliches Verkehrsmittel und eine touristische Attraktion. Die Seilbahn kann genau das auch werden. Schweben wird in Wuppertal zum Markenzeichen der Stadt."

Der Rat habe jetzt die Aufgabe, in Respekt vor den Menschen, die direkt vom Seilbahnbau betroffen sind, abzuwägen: Überwiegen die Interessen der Anwohner oder die Interessen aller Wuppertaler an einem weiteren, zukunftsträchtigen und, wie Stadtwerke-Chef Andreas Feicht betonte, ökologischen Verkehrsmittel?

In der Drucksache werden die Vor- und Nachteile des neuen Verkehrsmittels genannt und Risiken beschrieben. Fest steht, dass die Wirtschaftlichkeit gewährleistet sein muss und dass die Kosten für die Seilbahn gedeckelt sind: 82,7 Millionen Euro soll die Seilbahn zwischen Hauptbahnhof und Universität samt Berg- und Talstation kosten.

Sechs Wochen haben die Fraktionen jetzt Zeit, sich den Verwaltungsvorschlag anzusehen und eine Meinung zu bilden. Das Projekt Seilbahn ist eines von mehreren Bürger-Projekten, die im Rahmen von "Wuppertal 2025" eingebracht werden. Unter "Wuppertal 2025" sind Projekte zusammen gefasst und in Arbeit, die Wuppertal zukunftsfähig machen sollen.

03.04.2017