Historisches Zentrum bekommt neues Entree

Skizze für den geplanten gläsernen Eingangsbereich
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Beim Historischen Zentrum stehen die Zeichen auf Erneuerung: Dort soll ein neues Besucherzentrum als Ankerpunkt China NRW entstehen. Der Durchführungsbeschluss soll den politischen Gremien nun zur Abstimmung vorgelegt werden.
Das Engelshaus ist bereits seit letztem Herbst geräumt und wird bauhistorisch unter-sucht. "Nun möchten wir die Sache rund machen", sagt Kulturdezernent Matthias Nocke. "Mit dem Neubau eines Besucherzentrums schaffen wir einen transparenten Zwischentrakt, der das historische Engelshaus mit der Remise und dem Fabrikgebäude verbindet."

Gläserne Verbindung zwischen historischen Gebäuden

Die zentrale Eingangssituation soll das Entree für alle hintereinander liegenden Gebäude werden und einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Geplant ist ein gläserner eingeschossiger Bau, der eine transparente Verbindung zwischen den Gebäuden herstellt, ohne der historischen Substanz etwas von ihrer Wirkung zu nehmen. "Wir haben hier bauliche Juwelen, mit dem Glasbau bekommen sie eine Fassung", erklärt Dr. Hans Uwe Flunkert, Leiter des städtischen Gebäudemanagements.

Mehr Platz für mehr Besucher

Außerdem kann der Brandschutz über die neuen barrierefreien Zugänge gewährleistet werden. Das Engelshaus könnte dann für Besuchergruppen von bis zu 40 Personen und das Museum für Frühindustrialisierung für bis zu 200 Personen freigegeben werden. Der Pavillon am Eingangstor, wo zurzeit der Ankerpunkt untergebracht ist, soll nach den jetzigen Planungen zu einem außerschulischen Lernort werden.

Entree als Ankerpunkt China NRW

Das neue gläserne Entree ist als Ankerpunkt China NRW geplant. "China ist der drittwichtigster Handelspartner von Nordrhein-Westfalen", erläutert Dr. Eberhard Illner. Der Leiter des Historischen Zentrums ist sich sicher, dass die Bedeutung des Historischen Zentrums für den Tourismus aus China weiter wachsen wird. Das Land hat eine Förderung von 4,65 Millionen Euro für das Besucherzentrum in Aussicht gestellt. Die Mittel stammen aus der Tourismus-Förderung des Wirtschaftsministeriums. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für den Ankerpunkt auf 9,7 Millionen Euro.
25.04.2017