Stadt Wuppertal sucht Auszubildende

Das Rathaus von Vorne
"2026 werden 40 Prozent der heutigen Belegschaft die Stadtverwaltung verlassen haben", so Stadtdirektor Johannes Slawig. Eine Möglichkeit dem entgegenzusteuern sieht Slawig in der Ausbildung.

Für den kommenden Jahrgang 2018 bietet das Unternehmen Stadt über 100 Ausbildungsplätze an. Das ist neuer Rekord: "Nach 71 Ausbildungsplätzen im Jahr 2016 und 90 Plätzen in diesem Jahr ist das eine erneute erhebliche Steigerung. Insgesamt 122 Ausbildungsplätze sind für 2018 vom Verwaltungsvorstand beschlossen worden. Das sind fast doppelt so viele, wie im Jahr 2016. Damit wollen wir der Fluktuation entgegenwirken und auch weiterhin für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kämpfen", erklärt der Stadtdirektor.

Bei der Suche nach Nachwuchskräften geht die Stadt neue Wege: Um geeignete Bewerber zu finden, hat eine Gruppe von aktuellen Auszubildenden im Rahmen einer Projektarbeit ein Marketingkonzept entwickelt. Die Studierenden haben mittels Umfragen die Interessen und Bedürfnisse potentieller Bewerberinnen und Bewerber ermittelt und sogar einen Flyer und das inzwischen eingetragene Markenzeichen "Wuppertalent" erfunden. Alexander Engelhard, Ausbildungsleiter bei der Stadt, ist von dem Ergebnis überzeugt: "Das ist ein gutes Beispiel für die kreativen Betätigungsmöglichkeiten bei der Stadt im Verwaltungsbereich!"

Es gibt daneben noch weitere zahlreiche Berufsgruppen, die bei der Stadt ausgebildet werden: https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/verwaltung/ausbildungsangebote/2015.php

Die Karriereaussichten sind groß für Berufsstarter

Das ist vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels auch notwendig. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 49,7 Jahren, dadurch sind die Karriereaussichten und Entwicklungsmöglichkeiten für Berufsstarter groß und vielfältig.

Bereits jetzt nimmt die Stadt Bewerbungen für 2018 entgegen. "Dabei sind alle Schulabschlüsse willkommen", so Engelhard.
Mehr Infos unter www.wuppertalent.de.

"Wuppertal goes Europe"

Um die Ausbildung noch attraktiver zu gestalten, können sich seit Dezember 2016 Auszubildende der Stadtverwaltung Wuppertal um einen EU-Praktikumsplatz bewerben. "Wuppertal Goes Europe" ist ein Berufsbildungsprojekt im Rahmen von Erasmus+ und eine neue attraktive Komponente der Personalentwicklung und Nachwuchsförderung. Zusammen mit Wuppertal bieten erst fünf Kommunen in Deutschland ihren Auszubildenden eine solche Chance.

Die Fördermittel sind geplant für 70 Arbeitsaufenthalte in Städten Stockholm, Oslo, Wien, Florenz, Malta oder Braga. Weitere Partner werden stetig gesucht, um möglichst passgenaue Arbeitsfelder zur Ausbildung zu finden.

Während dieses -im optimalen Fall- mehrwöchigen Aufenthalts (Drei bis vier Wochen) lernen die Praktikanten europäische Arbeitskulturen in Stadtverwaltungen und Unternehmen kennen und erweitern ihre Sprachkenntnisse. Sie vergleichen Ausbildungsstrukturen und erleben, wie andere Kommunen mit den Themen wie Digitalisierung, demografischer Wandel, Klimaschutz, Integration, Sicherheit und viele mehr umgehen.

Die Praktikanten kommen aus allen Bereichen der kommunalen Aufgaben. Und sie tragen dazu bei, die Stadtverwaltung durch neue Netzwerke internationaler und moderner zu gestalten.

02.08.2017