Mucke fordert Bundesmittel für digitale Bildung

Medienscouts - Schüler an einem Tisch
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Oberbürgermeister Andreas Mucke fordert Bundesmittel für die digitale Bildung: "Die Schulen brauchen schnelle Breitbandverbindungen, neue Computer und digitale Lernprogramme." Überhaupt will Mucke Wuppertal zur digitalen Vorreiter-Kommune werden lassen.

Besorgt ist Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke über das mögliche Scheitern des DigitalPakts, mit dem Bund und Länder die Schulen fit für die Digitalisierung machen wollten. "Ein Scheitern würde unseren Schulen vor Ort schaden, die die Digitalisierung bereits zum Gegenstand von Schul- und Unterrichtsentwicklung gemacht haben", fürchtet er. "Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche und erfordert Kompetenzen, die den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen zur Seite gestellt werden müssen. Für diese pädagogische Arbeit brauchen die Wuppertaler Schulen eine moderne Technikausstattung. Dazu gehören zum Beispiel eine schnelle und stabile Breitbandverbindung, neue Computer und digitale Lernanwendungen. Bei der Finanzierung dieser Infrastruktur dürfen die Schulträger nicht alleine gelassen werden", betont Mucke und fordert, dass der Bund endlich seine finanziellen Zusagen einhält.

Portraitfoto Oberbürgermeister Andreas Mucke
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Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hatte 2016 ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm für eine moderne Technikausstattung in Schulen angekündigt. Im Gegenzug verpflichteten sich die Länder, pädagogische Konzepte für die "Bildung in der digitalen Welt" zu entwickeln, die Lehreraus- und -fortbildung anzupassen und Schulen und Schulträger bei der Strategieentwicklung zu unterstützen.

"Die Schulen und Schulträger haben sich auf diese Vereinbarung verlassen. Der Bund muss nun die angekündigten Milliarden bereitstellen", fordert Mucke. Mucke sieht die Digitalisierung als wichtige Zukunftsaufgabe und will den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Wuppertal vorantreiben. "Wir brauchen ein 'digitales Rathaus', in dem Verwaltungsdienstleistungen auch auf virtuellem Wege angeboten werden", erklärt Mucke. Er will zudem offenes WLAN in städtischen Gebäuden ausbauen, durch "Open Data" die Transparenz von Verwaltungshandeln erhöhen und für superschnelles Internet sorgen. "Das 'Digitale Wuppertal' wird ein Schwerpunkt für unsere Verwaltung in den nächsten Jahren sein. Dafür stellen wir entsprechende Haushaltsmittel beispielsweise für das E-Government bereit. Wuppertal soll als digitale Kommune Vorreiter wer-den", so der Oberbürgermeister.

14.08.2017