Oberbürgermeister ruft zum Kampf gegen Armut auf

Andreas Mucke
Ein Bündnis gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit - das möchte Oberbürgermeister Andreas Mucke gemeinsam mit allen engagierten Wuppertaler Bürgern und Institutionen ins Leben rufen. Für den 14. September lädt Mucke zur Auftaktveranstaltung ein.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Bekämpfung von Armut nur durch das gemeinsame Einbringen Vieler möglich ist. Deshalb rufe ich alle Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Träger sowie Institutionen, Arbeitgeber, Gewerkschaften und natürlich auch Betroffene auf, mit vereinten Kräften ein Bündnis zu schmieden - gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit", erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke die Idee hinter dem geplanten Bündnis.

Thema im Sommergespräch

In seinem jährlichen Sommergespräch mit den Medien warb Mucke noch einmal dafür, in der gesamten Stadt einen großen gemeinsamen Diskurs rund um das Thema Armut ins Leben zu rufen. So werde in Wuppertal zwar schon viel getan, um von Armut betroffenen oder gefährdeten Menschen zu helfen. Die weiterhin ansteigende Zahl der Betroffenen erfordere jedoch ein Überdenken der bisherigen Praxis.

"Wir sollten uns fragen, ob die bestehenden Projekte und Maßnahmen ausreichend bekannt sind und frühzeitig genug ansetzen. Wir sollten uns fragen, ob unsere Angebote der Bildung und Qualifizierung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Wohnraum- und Gesundheitsversorgung, der Begegnung, Beratung und Betreuung ausreichen und vielleicht noch besser auf die Herstellung von Teilhabe und Chancengerechtigkeit eingestellt werden können. Wir sollten uns fragen, ob wir die vorhandenen Mittel noch wirkungsvoller einsetzen, wo wir Parallelstrukturen vermeiden und noch besser Hand in Hand arbeiten können.

Start der Netzwerkarbeit

Wir sollten uns fragen, wie wir weitere neue Ressourcen gewinnen können, zum Beispiel über Sponsoring, Patenschaften, bürgerschaftliches Engagement. Wir sollten uns fragen, wie wir dauerhaft den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt sicherstellen und einzelne Stadtteile mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern nicht "abhängen" lassen", heißt es in den Ausführungen des "Wuppertaler Appells", den Mucke bereits Ende Juni das erste Mal öffentlich präsentierte.

Mucke hofft auf rege Teilnahme bei der Auftaktveranstaltung am 14. September: Von 17 bis 20 Uhr können interessierte Bürger und Institutionen in der Aula der Sankt Laurentius-Schule an der Bundesallee 30 in 42103 Wuppertal,miteinander ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung soll eine Plattform für alle engagierten Wuppertaler sein, um gemeinsam die Herausforderungen zur Verhinderung und Milderung von Leben in Armut zu benennen und Netzwerkarbeit zu einzelnen Themenschwerpunkten zu starten. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht nötig.

31.07.2017