Einwohnermeldeamt: Ab Mitte Mai nur mit Termin

Yvonne Hartmann, Leiterin des Einwohnermeldeamtes, steht mit Bauplan in der Hand auf der Baustelle.
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Auch baulich ändert sich im Einwohnermeldeamt einiges: Amtsleiterin Yvonne Hartmann freut sich auf die umgestalteten Räume.
Im ersten Stock ist die Veränderung bereits sichtbar: Im Einwohnermeldeamt (EMA) am Steinweg sind in der ersten Etage drei neue Räume entstanden. Sie sollen künftig Anlaufstelle für alle sein, die ihren Personalausweis oder Reisepass beantragen oder abholen möchten. Im Erdgeschoss werden bis zum Sommer 2017 eine ansprechendere Informationstheke und weitere Serviceplätze untergebracht sein.

Während sich für die Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt durch die Bauarbeiten schon jetzt sichtbar etwas ändert, werden die Besucher vor Ort ab Mitte Mai merken, dass das Einwohnermeldeamt seine Arbeitsabläufe neu organisiert.

Wichtigste Änderung: Ab dem 15. Mai sind Besuche im Einwohnermeldeamt ausschließlich mit Termin möglich. Das heißt: Wer zum Beispiel einen neuen Ausweis braucht oder sich ummelden möchte, muss sich per Internet oder über das ServiceCenter einen Termin buchen. Vorteil für die  Bürger: Warteschlangen in der Zentrale sollen dadurch vermieden werden. Schon jetzt kann das EMA den Bürgern, die sich vorab einen Termin gebucht haben, garantieren, dass sie pünktlich aufgerufen werden. Mit Wartezeiten müssen all diejenigen rechnen, die spontan vorbei kommen - zurzeit sind das noch die meisten Besucher. Für einen besseren und planbaren Service soll sich das jetzt ändern.

Längere Öffnungszeiten

Im Erdgeschoss wird es zukünftig eine große und ansprechende Informationstheke und Servicearbeitsplätze geben. Auf der ersten Etage werden die Bürger in den vier neu aufgeteilten Räumen an den Servicearbeitsplätzen bedient werden.

Die Öffnungszeiten verlängern sich von bisher 34 auf 45 Wochenstunden. Dies bedeutet auch für die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes eine große Umstellung. Dezentral in den Stadtteilen wird es bei den vier Bürgerbüros jeweils einmal wöchentlich einen Öffnungstag geben, bei dem der Vollservice vor Ort von 8 bis 16 Uhr durchgehend zur Verfügung steht. 

Genaue Infos rund um alle nötigen Unterlagen

"Wir bitten alle darum, uns bei dieser Umorganisation im laufenden Betrieb zu unterstützen", so Oberbürgermeister Andreas Mucke. "Wir haben uns viel vorgenommen und solche Neuerungen gehen erfahrungsgemäß nie ganz ohne 'Kinderkrankheiten'. Aber wenn alle, die etwas bei uns erledigen wollen, sich vorab gut online oder im ServiceCenter informieren, dann klappt das! Wir bieten Termine an, die vier Wochen im Voraus buchbar sein werden und somit den Besuch des EMA für die Bürgerinnen und Bürger planbar machen."

Wichtig dafür, dass die neue Organisation im EMA funktioniert, ist, dass alle Besucher sich tatsächlich vorab einen Termin geben lassen und zum Besuch auch alle Unterlagen komplett dabei haben. Wer seinen Termin im Internet bucht, bekommt dazu Hilfestellung: Ehe der Termin gebucht werden kann, müssen erst alle erforderlichen Unterlagen angeklickt werden; dadurch werden die Bürger über die mitzubringenden Unterlagen detailliert informiert. Wer sich telefonisch über das ServiceCenter einen Termin geben lässt, wird von den dortigen Mitarbeitern informiert, welche Unterlagen nötig sind. Einen Tag vor dem vereinbarten Termin erhalten die Kunden eine Erinnerungsmail.

Änderungen im laufenden Betrieb

Damit auch die Abläufe beim Besuch vor Ort weiter entzerrt werden, soll es künftig im Einwohnermeldeamt mehr automatische Arbeitsabläufe geben - zum Beispiel zum Bezahlen. Die Kassenautomaten werden zurzeit für das EMA beschafft.

Beigeordneter Paschalis: "Wir setzen alle Änderungen im laufenden Betrieb um. Das ist nicht einfach. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, das neue Terminsystem aktiv anzunehmen. Wir können nur mit dem Personalkontingent arbeiten, das uns zur Verfügung steht. Dieses Personalkontingent wird vollständig für den Bürgerservice eingesetzt. Im eigenen Interesse sollte für den Besuch im Einwohnermeldeamt rechtzeitig ein Termin gebucht und mit den entsprechenden Unterlagen vorbereitet werden."

Info-Flyer werden gedruckt

In Vorbereitung befindet sich ein Informationsflyer in acht Sprachen, der alle Einwohner Wuppertals über das ausschließliche Termingeschäft informiert.

Die mit der Umstellung ab Mitte Mai gemachten Erfahrungen werden gesammelt und Ende des Jahres ausgewertet.

21.03.2017