Der ESW hat den Winter erfolgreich gemeistert

Oberbürgermeister Andreas Mucke und AWG-Chef Martin Bickenbach mit den Kollegen des Winterdienstes
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Am 20. März war kalendarischer Frühlingsanfang. Grund genug für den ESW, Bilanz zu ziehen und auf den Winter 2016/2017 zurückzublicken.

Winterdiensteinsätze

Ein recht schneearmer, aber von kalten Tagen und Nächten durchzogener Winter ist zu Ende gegangen. Der erste Wintereinsatztag war der 8. November 2016 und der bisher letzte Einsatztag der 14. Februar 2017.

45 Tage im Einsatz

Insgesamt war der Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW)an 45 Tagen mit bis zu 350 Mitarbeitern im Winterdiensteinsatz. Je nach Witterung waren die Mitarbeiter bereits ab 3.30 Uhr unterwegs. Oberbürgermeister Andreas Mucke und Betriebsleiter Martin Bickenbach dankte den Kolleginnen und Kollegen der Ressorts Grünflächenunterhaltung und Straßenbau sowie der WSW und der AWG, die den ESW auch in diesem Winter wieder einmal tatkräftig unterstützt haben.
Zusätzlich standen stets Notfallbesatzungen des ESW am Standort Klingelholl rund um die Uhr auch nachts zur Verfügung, die bei Bedarf sofort ausrückten um für Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr sowie dem ÖPNV verkehrswichtige Straßen zu räumen oder zu streuen. 62 Fahrbahn- und Gehwegfahrzeuge fuhren insgesamt 80.000 Kilometer.

Winterdienst als Herausforderung

Auf Grund der besonderen Topographie Wuppertals, mit Höhenunterschieden von 100m über NN (Bundesstraße 7) bis zu 350m über NN (Wasserturm Lichtscheid) ist der Winterdienst eine besondere Herausforderung. Anders als in flachen Regionen wie zum Beispiel im Ruhrgebiet ist Wuppertal auf seinen Höhen wesentlich stärker von Eis und Glätte betroffen. So kam es vor, dass im Tal die normale Kehrmaschinenreinigung stattfand, während auf den Höhen Temperaturen um den Gefrierpunkt vorherrschten und Winterdienst geleistet wurde.

Vereiste Straßen

In Wuppertal dagegen sorgen Temperaturschwankungen von plus 5 Grad Celsius tagsüber bis minus 5 Grad Celsius nachts für vereiste Stellen, besonders an den Steigungen. Daher kann sich keine geschlossene Schneedecke wie in Süddeutschland bilden. Während in Wuppertal tagsüber Eis und Schnee abtauten, zog es bei Nacht wieder an und die Stellen vereisten zwangsläufig wieder neu. Dies erfordert dann ein erneutes Ausbringen von Streumitteln, um diese Glättestellen wieder zu beseitigen.

Streu gegen Unfälle

Insgesamt wurden circa 2.500 Tonnen reines Granulat, Salz-Granulat-Gemisch und Auftausalz verwendet. Salz und Salzgemische wurden nur an den Stellen eingesetzt, an denen der Einsatz unverzichtbar war, um Verkehrsunfälle zu verhindern. Auf ungefährlichen Straßen und Gehwegen wurden abstumpfende Mittel verwendet.

Solo statt Salz

Erstmalig hat der ESW diesem Winter versuchsweise reine Sole statt Feuchtsalz ausgebracht. Bei der Feuchtsalztechnik wird kein trockenes Salz gestreut, sondern das Salz vor der Streuung angefeuchtet. Dadurch haftet das Salzgemisch am Untergrund und wird nicht verweht. Zudem kann es gezielt eingesetzt werden, da mit Hilfe eines Streuautomaten die zu streuende Lösung je nach Witterungsbedingungen genau abgestimmt wird.
Durch den Einsatz reiner Sole konnte die gebrauchte Salzmenge weiter reduziert werden. In vielen Fällen waren 10 ml/ qm bereits ausreichend. Die Liegedauer wurde durch den Einsatz reiner Sole im Vergleich zum Feuchtsalz wesentlich erhöht und große Streubreiten sowie hohe Streugeschwindigkeiten möglich.

Winter ohne große Probleme

Insgesamt ist der Winterdienst 2016/2017 unproblematisch und weitestgehend unfallfrei verlaufen. Die Wuppertaler Medien sowie Feuerwehr, Polizei und Servicecenter der Stadt Wuppertal wurden ab 6 Uhr regelmäßig und fortlaufend und aktuell über die Bereitschafts- und Einsatzzeiten des eingesetzten Personals informiert.
31.03.2017