Bündnis gegen Armut: Arbeitsgruppen tagen

Der Arbeitskreis Armut bei Kindern, Jugendlichen und Familien trifft sich zu seiner nächsten Arbeitssitzung. Termin ist am Donnerstag, 9. November, um 17 Uhr im Sitzungssaal 202 im Verwaltungshaus Elberfeld am Neumarkt 10.

Bei der Sitzung soll es darum gehen, die im September begonnene Diskussion weiter zu führen, Umsetzungsstrategien zu entwickeln und den Austausch und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure abzustimmen.

Während der Auftaktveranstaltung wurden in den Arbeitsgruppen "Was können wir in Wuppertal gegen Armut von Kindern und Jugendlichen tun?" und "Was können wir in Wuppertal gegen Armut von Familien tun?" vergleichbare Themen und Lösungsansätze formuliert. Insofern wurde entschieden, beide Arbeitsgruppen zusammenzulegen.

So wurden z.B. Entlastung von Alleinerziehendenden, Ausbau der Kinderbetreuung, Verbesserung der Wohnsituation und Entwicklung von lebenspraktischen Unterstützungsideen als wichtige Arbeitsfelder benannt. Darüber hinaus einte beide Arbeitsgruppen die Vorstellung, Hilfen nicht nur für Kinder und Familien zu entwickeln, sondern auch andere Zielgruppen zu berücksichtigen, um diese nicht isoliert zu fördern. Schließlich wurde die Bedeutung von Vernetzung, der Quartiersarbeit und Berücksichtigung der bereits vorhandenen Ressourcen hervorgehoben.

Oberbürgermeister Andreas Mucke hatte das "Bündnis gegen Armut" auf den Weg gebracht. Seiner Einladung waren zur Auftaktveranstaltung fast 300 Interessierte gefolgt. Sie stellten in insgesamt sechs Themengruppen Notwendiges und Wünschenswertes, Ideen für eine bessere Vernetzung und mögliche Projekte zusammen. Die Themen in einzelnen: Kinder- und Jugendarmut, Armut von Familien, Armut ohne und mit Beschäftigung, Armut bei Migration und Flucht, Altersarmut, Armut in besonderen Lebenslagen.

Dr. Stefan Kühn freut sich über das Engagement der Moderatorinnen und Moderatoren der Arbeitsgruppen, die sich aus Mitarbeitenden der freien Wohlfahrtspflege und der Stadtverwaltung zusammensetzen und hofft auf ein nachhaltiges Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der weiteren wichtigen Arbeit zur Entwicklung konkreter Maßnahmen.

Bereits am 24. Oktober, tagte die Arbeitsgruppe Armut im Alter. Verfügbarkeit über geringe Finanzen geht gerade im Alter mit sozialer Isolation und daraus resultierend auch nur geringer Nutzung von Beratungs- und Hilfemöglichkeiten einher. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich deshalb im 1. Schritt mit Maßnahmen, um vereinsamte Ältere zu erreichen. Die nächste Sitzung findet am 28. November um 17 Uhr im Trausaal des Verwaltungshauses Neumarkt 10 statt.

Am Montag, 6. November, trifft sich von 15.30 bis 17.30 Uhr im Sitzungssaal 202 im Verwaltungshaus Elberfeld am Neumarkt 10 die Arbeitsgruppe, die sich mit Armut von Menschen in besonderen Problemlagen befasst. Hier geht es um die Belange von Menschen mit psychischen und Suchterkrankungen sowie um Menschen ohne Obdach.

Ebenfalls im November tagen die Arbeitsgruppen zum Thema Armut ohne und mit Beschäftigung (14.11.) und zur Armut bei Migration und Flucht (16.11.).

06.11.2017