Glücksforscher stellen erste Ergebnisse vor

Die Projektkoordinatoren Hans Haake und Kai Ludwigs bei der Präsentation der Befragungsergebnisse der Glücks-App mit Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.
Oberbürgermeister Andreas Mucke mit Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, und den Projektkoordinatoren Hans Haake und Kai Ludwigs bei der Präsentation der Befragungsergebnisse der Glücks-App. Quelle: Wuppertal Institut / Mathias Kehren
Wie glücklich sind die Wuppertaler? Dieser Frage geht das Wuppertal Institut seit einem halben Jahr mithilfe einer App nach. Jetzt haben die Forscher erste Ergebnisse vorgestellt.
Glücks-App runterladen, Fragen beantworten und regelmäßig das allgemeine Empfinden bewerten - das haben seit Mai 2017 viele Wuppertaler Bürger getan. Ganz zur Freude des Wuppertal Instituts, das die App "Glücklich in Wuppertal" gemeinsam mit der Happiness Research Organisation entwickelt hat. Die Forscher wollen so herausfinden, welche Faktoren Einfluss auf das individuelle Glück nehmen und ob sich daraus Leitlinien für die Stadt entwickeln lassen, um Wuppertal noch glücklicher zu machen.

Erste Ergebnisse der Untersuchung

Zwei Befragungsrunden haben die Wissenschaftler bereits mit den Wuppertaler App-Nutzern durchgeführt, nun gab es erste Ergebnisse: "Wuppertal muss sich im nationalen und internationalen Vergleich auf keinen Fall verstecken", sagte Hans Haake, Projektkoordinator am Wuppertal Institut, bei der offiziellen Vorstellung der Ergebnisse. Manche Kennzahlen wiesen sogar auf eine leicht höhere Zufriedenheit der Wuppertaler im Vergleich zu Deutschland oder Nordrhein-Westfalen hin: Cronenberg zum Beispiel, so zeigen die Ergebnisse, ist besonders glücklich.

Die Untersuchung hat laut Wuppertal Institut außerdem gezeigt, dass insbesondere die Infrastruktur für Autofahrer und Fahrradfahrende, die Lärmbelastung, mangelnde Sauberkeit und die Angebote für Menschen mit Behinderungen zu Unzufriedenheit führten. Klar positiv äußerten sich die Wuppertaler zum Ausbau der Nordbahntrasse und zur Wiedereröffnung der B7. Zum Bau der Seilbahn fielen die Meinungen der Teilnehmer gemischt aus.

Oberbürgermeister Andreas Mucke diskutierte Ergebnisse mit

Diese Erkenntnisse sollen künftig in die Pläne zur Stadtentwicklung mit einfließen. Deshalb ließ es sich Oberbürgermeister Andreas Mucke auch nicht nehmen, bei der offiziellen Vorstellung der Ergebnisse am Dienstag, 14. November, im Wuppertal Institut dabei zu sein und mitzudiskutieren.

Mucke schätzt die Möglichkeiten, die die Glücks-App bietet: "Wir haben am Wochenende bei einer großen Veranstaltung 'Offene Kommunen NRW' in der Volkshochschule über die Smart City diskutiert und 'Glücklich in Wuppertal' ist ein wichtiger Teil davon. Und jetzt sehen wir: Das funktioniert. Quer durch Wuppertal nutzen Menschen die App und wir werden jetzt gemeinsam mit den Wissenschaftlern genau schauen, wo wir konkret was umsetzen können. Und vor allem, wie wir die digitalen Möglichkeiten auch in unseren Strategieprozessen einbauen werden."

Das Projektteam vom Wuppertal Institut und der Happiness Research Organisation arbeitet weiter an der Verbesserung und Anpassung der App. Die nächste Befragungsrunde startet am 5. Dezember 2017.
Die Projektkoordinatoren Hans Haake und Kai Ludwigs bei der Präsentation der Befragungsergebnisse der Glücks-App mit Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.
Quelle: Wuppertal Institut / Mathias Kehren
15.11.2017