Gewerbefläche Nächstebreck: Kompromiss erreicht

Oberbürgermeister Andreas Mucke freut sich über den Kompromiss, der zur Entwicklung der Fläche Nächstebrecker Straße/Bramdelle gefunden wurde:
"Ich bedanke mich beim Bürgerverein Nächstebreck und seinem Vorsitzenden, Hermann Josef Richter, für seine Bereitschaft, diesen Kompromiss zur Entwicklung dieser wichtigen Fläche im Stadtbezirk Nächstebreck mitzutragen."

Seit langem ist vorgesehen, die Fläche mit einer Größe von rund 120.000 Quadratmetern für die Ansiedlung von Gewerbe komplett zu entwickeln. Als diese Planungen im vergangenen Jahr konkreter wurden, hat sich massiver Widerstand im Stadtbezirk Nächstebreck organisiert.

Der Bürgerverein Nächstebreck hatte mit Unterstützung der Wuppertal Bewegung eine Unterschriftensammlung initiiert. Über 6.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen die Entwicklung als Gewerbegebiet ausgesprochen. Mucke: "Dieses starke Votum der Bürgerinnen und Bürger müssen wir ernst nehmen. Sie sorgen sich zu Recht um das Grün und den Erholungswert in ihrem Stadtbezirk. Als mir Herr Richter die Unterschriften im Rathaus übergeben hat, habe ich daher Verhandlungen und Gespräche über einen Kompromiss angeboten. Dazu war der Bürgerverein bereit, wofür ich ihm außerordentlich dankbar bin."

Nach vielen Gesprächen und Vor-Ort-Terminen ist es jetzt gelungen, einen Kompromiss zu finden, der alle Interessen ausgewogen berücksichtigt. "Wir haben uns darauf verständigt, nur die Hälfte der gesamten Fläche für die Ansiedlung von Gewerbe zu nutzen. Darüber hinaus wird die Gebäudehöhe begrenzt, damit der Blick von der Nordbahntrasse ins Grüne nicht verbaut wird", so Mucke.

Dieser Kompromiss ist in der Bürgerversammlung des Bürgervereins mit großer Mehrheit begrüßt worden. "Mit diesem Kompromiss haben wir eine sehr gute Lösung gefunden und haben gezeigt, dass unterschiedlichste Interessen miteinander vereinbart werden können, wenn man miteinander spricht und die Bürger und ihre Sorgen ernst nimmt. Wir brauchen in Wuppertal zusätzliche Gewerbeflächen. Einerseits gibt es viele Firmen in unserer Stadt, die einen neuen Standort in Wuppertal suchen. Für sie müssen wir ein Angebot bereithalten, damit sie nicht in andere Kommunen abwandern. Darüber hinaus wollen wir auch neue Firmen nach Wuppertal holen. Denn sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und sichern unsere Wirtschaftskraft. Denn die Arbeitslosigkeit in unserer Stadt ist mit aktuell 9,3 Prozent immer noch viel zu hoch. Auf der anderen Seite verstehe ich den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, die Grün-flächen zu erhalten. Denn auch sie prägen unsere Stadt und ihre Attraktivität. Über diesen Kompromiss muss jetzt die Politik entscheiden so der Oberbürgermeister abschließend." Die Drucksache mit dem Kompromiss-Vorschlag ist jetzt von der Verwaltung zur Beratung in den Gremien eingebracht worden.

05.09.2017