Drei "Frauen mit Profil" ausgezeichnet

Die Gewinnerinnen Kerstin Haag, Bärbel Beck und Selly Wane (von links)
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Jetzt stehen sie fest: Bärbel Beck, Kerstin Haag und Selly Wane sind die Gewinnerinnen des Wettbewerbs "Frauen mit Profil". Honoriert werden mit der Auszeichnung besondere Leistungen von Frauen im Bergischen Städtedreieck. Die Auszeichnung wurde jetzt zum vierten Mal verliehen.

Die Wuppertalerin Selly Wane ist studierte Diplom Ökonomin, arbeitet beim Wuppertal Institut und hat das Swane Design und das Swane Café in der Elberfelder Luisenstraße gegründet. Sie vertreibt in Senegal produzierte Upcycling Möbel und Accessoires und hat das Café als Treffpunkt und Ort für Konzerte, Lesungen, politische Talks, Film und Kunst etabliert. Jüngstes Projekt von Wane ist Cookin´Hope, eine Lernküche im Café, in der Flüchtlinge auf eine Ausbildung oder eine Arbeit in der Gastronomie vorbereitet werden.

Bärbel Beck aus Remscheid leitet in vierter Generation das Modehaus Johann und setzt vor allem auf gute Mitarbeiterinnen und Soziale Medien, um ihr Modehaus als stationären Handel gegen die Online-Konkurrenz zu behaupten. Beck hat unter anderem ihr Modehaus für neue Aktionen wie Late Night Events mit Künstlern oder Live-TV-Übertragungen geöffnet, bewirbt ihr Haus im Social Net und arbeitet bei Seminaren zum richtigen Dresscode oder guten Umgangsformen mit Berufskollegs zusammen.

Kerstin Haag aus Solingen ist Diplom-Betriebswirtin und qualifizierte Tagesmutter. Sie hat gemeinsam mit einer Kollegin den gemeinnützigen Verein Kindertagespflege Solingen gegründet. Sie hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege in Solingen neu gestaltet wurden: So wurden die Betreuungsbedingungen für Tagesmütter verbessert wie die Berücksichtigung von Urlaub und Eingewöhnungsphasen, auch wurde der Tagessatz für die Betreuung erhöht.

Beruf und Familie

"Frauen im Bergischen zeigen tagtäglich, wie es gehen kann: Sie meistern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, schaffen Arbeitsplätze für Frauen und fördern die Präsenz von Frauen in Führungspositionen", sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. "Sie überzeugen in ihren Berufen, bauen sich eine Existenz auf oder engagieren sich für wichtige Themen. Ihr Beispiel verdient Aufmerksamkeit, ihr Engagement ist wichtig und willkommen!"

Roswitha Bocklage, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck, ergänzt: "Damit die guten Beispiele Schule machen und auch anderen Frauen Anregung geben können, ist dieser Preis ins Leben gerufen worden."

Burkhard Mast-Weisz, Gastgeber des Empfangs der Oberbürgermeister, bei dem der Preis vergeben wird, wünscht sich einen Zusammenschluss von Verwaltungen und Unternehmen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Er möchte gemeinsam mit seinen Kollegen Motor für dieses Thema sein. Initiiert und koordiniert wird der Preis vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck gemeinsam mit den Oberbürgermeistern der drei Städte.

07.02.2018