Vom Bergbau zur Frühindustrialisierung

Kulturdezernent Matthias Nocke und Dr. Lars Bluma
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Der Neue ist ein Ruhri: Dr. Lars Bluma übernimmt die Leitung des Historischen Zentrums. Bislang forschte er am Bergbau-Museum in Bochum.
Im Mai beginnt seine Dienstzeit bei der Stadt Wuppertal offiziell, doch schon jetzt ist Bluma gefragt: Bei den Planungen für das Engels-Jahr 2020, bei den Umbauten und der Neukonzeption des Historischen Zentrums. "Ich könnte sofort loslegen", sagt der Historiker. Immerhin sei ihm Textilgeschichte nicht völlig fremd: "Ich habe schon einmal zu Zellwolle geforscht", scherzt er.

Aufbruch im Team

Dass die kommenden zwei Jahre arbeitsreich werden, ist ihm klar. Aber auch "spannend und aufregend", so Bluma: Die Dauerausstellung muss neu konzipiert werden, mit dem neuen gläsernen Empfang werden neue Wege für die Besucherströme durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche in Engelshaus und Remise geschaffen. All diese Aufgaben möchte er gern gemeinsam mit dem Team des Historischen Zentrums in Angriff nehmen.

Brücke zur Gegenwart

"Meine Vorstellung von einem lebendigen Museum ist es, eine Brücke zur Gegenwart zu schlagen", kündigt Bluma an. "Ich möchte gern für alle Bevölkerungsgruppen etwas anbieten, das sehe ich als unseren Bildungsauftrag." Daher möchte er das Museum auch während der Zeit des Umbaus präsent halten. "Dann müssen wir eben zu den Menschen kommen." Eine Stärke des Museums sieht er in der "Authentizität der Objekte", die mit der Wirkung von Multimedia unterstützt werden könnten.
Dr. Lars Bluma mit dem Team des Historischen Zentrums
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Zurzeit leitet Lars Bluma den Forschungsbereich Bergbaugeschichte am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, das auch gerade neu strukturiert wird. "Daher kenne ich solche Prozesse." Außerdem ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum, wo er vorher lange als wissenschaftlicher Mitarbeiter wirkte.
07.02.2018
 
Dr. Lars Bluma mit dem Team des Historischen Zentrums