Neue Schule für Heckinghausen

Computerraum in einer Schule
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Im vergangenen März hat der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, einen Standort für eine neue weiterführende Schule zu suchen. "Wuppertal wird größer - und in der Folge brauchen wir mehr Kitas und mehr Raum für die wachsenden Schülerzahlen", er-klärt Schuldezernent Dr. Stefan Kühn.
Bedarf besteht für alle Schulformen und Altersstufen: Neben den Grundschulen müssen Realschulen, Gymnasien, Berufskollegs und Förderschulen erweitert werden. "Allein durch Anbauten können wir nicht so viel Platz schaffen, wie es nötig ist", so Kühn. Daher soll eine zusätzliche Schule im Osten der Stadt entstehen.

Neue Nutzung für das Arthotel

"Den größten Zuwachs an Schülerinnen und Schülern verzeichnen wir in Barmen, Oberbarmen und Heckinghausen", erläutert Kühn. So möchte er nun den Vorschlag in die politischen Gremien einbringen, eine sechszügige Schule in Heckinghausen einzurichten. Bislang liegt dort keine weiterführende Schule. Ein passendes Gebäude dafür gibt es bereits: Das ehemalige Arthotel, das zudem über ein angrenzendes Areal verfügt, auf dem ein zusätzlicher Neubau entstehen könnte. "Der Vorteil am Bestandsgebäude ist, dass wir zeitnah mit der Einrichtung der Schule beginnen könnten", so Kühn.

Rats-Entscheidung vor der Sommerpause

Als neue weiterführende Schule schlägt die Verwaltung eine Gesamtschule vor. Zum einen hält diese Schulform die Bildungsabschlüsse offen, die Schülerinnen und Schüler wären nicht von vornherein auf einen Abschluss festgelegt - bei der wachsenden Stadt mit viel Zuwanderung aus anderen Ländern ein Vorteil. Hinzu kommt die hohe Nachfrage nach Gesamtschulplätzen in der ganzen Stadt: Mehrere hundert Kinder müssen in jedem Schuljahr an den bestehenden Gesamtschulen abgewiesen werden.
Noch nicht geklärt ist die Finanzierung der Pläne. "Wir arbeiten daran, dass wir Hilfe aus Bundes- und Landesprogrammen bekommen", sagt Kühn. Über Schulform und Standort soll der Rat vor der Sommerpause entscheiden.
13.06.2018