ISG Poststraße: Verein stellt Antrag auf Gründung

Der Vorstand der ISG mit Oberbürgermeister Andreas Mucke bei der Übergabe des Konzepts
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Der Verein ISG Poststraße/Alte Freiheit übergab Oberbürgermeister Andreas Mucke am Montag das Maßnahmenkonzept und beantragte die Einrichtung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft. Gut eine Million Euro soll in den kommenden fünf Jahren in die Qualifizierung der Straße investiert werden.

Vor zwei Jahren haben sich Immobilieneigentümer aus Poststraße, Alte Freiheit und Kerstenplatz erstmalig zusammengefunden, um gemeinsam neue Perspektiven für die traditionelle 1A-Lage der Elberfelder Innenstadt zu entwickeln. Nun liegt das Ergebnis des intensiven Arbeitsprozesses, der von der IHK, der IG1, dem Wuppertal-Marketing und der Stadt begleitet wurde, vor. Der Verein ISG Poststraße/Alte Freiheit übergab Oberbürgermeister Mucke jetzt das Maßnahmenkonzept und beantragte die Einrichtung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft.

"Mit der Einrichtung der ISG und den erarbeiteten Maßnahmen wollen wir die positive Entwicklung, die sich für die Innenstadt abzeichnet, aufgreifen und unseren Beitrag leisten", so Eleonore Putty, Vorsitzende des Vereins.

Die Situation in der Elberfelder 1A-Lage hatte sich in den vergangenen Jahren als zunehmend schwierig erwiesen. "Es fehlte eine gemeinsame Idee für die Straße, die Bürgern, Eigentümern und dem Handel als Orientierung dienen konnte." Und so entstanden an vielen Stellen Qualitätsprobleme, denen jetzt gemeinschaftlich begegnet werden soll. "Die Steigerung der Standortqualität ist uns eine Herzensangelegenheit," berichtet Eleonore Putty, der als ortsansässige Einzelhändlerin die positive Entwicklung der City ein persönliches Anliegen ist.

Lebendige Atmosphäre

Der neue Döppersberg macht deutlich, wie viel Potenzial für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt genutzt werden kann. "Ziel der ISG ist es," so Marcus Hüttermann, "das Niveau der Straße anzuheben und damit ihrer Bedeutung als zentraler Verbindungsachse zwischen Döppersberg und Neumarkt wieder gerecht zu werden." Wichtig sei für eine erfolgreiche Entwicklung, Angebote zum Verweilen zu schaffen. "Besucher der City erwarten eine lebendige und anregende Atmosphäre. Darauf richten wir mit der ISG unsere Aktivitäten und Maßnahmen aus."

Katrin Becker, Centermanagerin der City-Arcaden und ebenfalls Mitglied des Vereins, sieht in der Initiative einen wichtigen Schritt, die Innenstadt wieder zu einem regional attraktiven Oberzentrum zu entwickeln. "Der stationäre Handel muss sich gegenüber dem eCommerce abgrenzen und eigene Stärken definieren. Die Attraktivität des öffentlichen Raums mit Cafés und gastronomischen Angeboten wird daher immer wichtiger."

Oberbürgermeister Mucke, der die Initiative schon früh begleitet hat, begrüßt die Initiative zur Einrichtung einer ISG. "Wuppertal braucht bürgerliches Engagement, um lebenswert zu bleiben und sich erfolgreich entwickeln zu können." Die Stadt hat daher zugesagt, die Planung und Qualitäten für ein neues Pflaster mit der ISG abzustimmen. "Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam mit der ISG-Initiative den Impuls aus dem gelungenen Umbau des Döppersbergs in die City weiter tragen könnten."

Immobilien- und Standortgemeinschaft

Eine Immobilien- und Standortgemeinschaft, kurz ISG, ist ein Instrument der Stadtentwicklung. Immobilieneigentümer haben so die Möglichkeit, sich als Standortgemeinschaft über die Vereinbarung gemeinsamer Ziele zusammen zu schließen und zur Qualitätssteigerung des öffentlichen Raums beizutragen. Konzept und Maßnahmen müssen mit den Kommunen abgestimmt werden. In Barmen besteht eine ISG bereits in der zweiten Laufzeit.

05.03.2018
 
Der Vorstand der ISG mit Oberbürgermeister Andreas Mucke bei der Übergabe des Konzepts