Denkmalschutz

Denkmalgeschütztes Objekt
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4.500 Baudenkmale in Wuppertal, diese Zahl überrascht Einheimische wie Auswärtige gleichermaßen. In Nordrhein-Westfalen wird dies nur von Köln übertroffen.

Wuppertals Denkmale sind Zeugnisse für die vielfältige und spannende Geschichte der Stadt. Und das bedeutet eine Verpflichtung: Es gilt, das uns anvertraute Erbe für künftige Generationen zu bewahren und zu pflegen.

 

Auf Grundlage des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen von 1980 kommen der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Wuppertal eine Fülle von Aufgaben zu. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachamt, Amt für Denkmalpflege im Rheinland, werden Denkmale erfasst, in der Denkmalliste eingetragen und bei allen Veränderungen und Maßnahmen betreut. Nur die sinnvolle Nutzung eines Denkmals sichert langfristig seinen Erhalt, daher sind Anpassungen an neue Bedürfnisse oft unumgänglich.

 

Denn Denkmalschutz heißt ja nicht, dass grundsätzlich nichts mehr verändert werden darf, doch bedarf jede Maßnahme vom Fassadenanstrich bis zum Umbau einer Erlaubnis nach §9 Denkmalschutzgesetz und muss mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Nach Abschluss der Baumaßnahme, besteht auf Grundlage des § 40 DSchG die Möglichkeit, die meisten Sanierungskosten erhöht steuerlich abzuschreiben. Auch hier ist ein entsprechender Antrag auf Steuerbescheinigung bei der Unteren Denkmalbehörde zu stellen. Die Originalrechnungen sind durchnummeriert aufzulisten und ebenfalls Bestandteil des Antrages.

 

Kommunale Zuschüsse, oder eine Förderung durch das Land NRW gibt es für Denkmaleigentümer nicht mehr. Seit Oktober 2013 besteht jedoch die Möglichkeit einer s.g. Darlehensförderung bei selbstgenutzten, denkmalgeschützten Wohngebäuden durch die NRW Bank. Als Verfahrensträger in Sachen Darlehensförderung hilft auch gerne die Wohnungsbauförderung der Stadt Wuppertal weiter.

 

"Baudenkmäler und ganze Ensembles, historische Stadtkerne und neu genutzte Bauten der Industriegeschichte tragen zu Urbanität und Lebensqualität in unseren Städten bei. (...) In Zeiten einer Flexibilisierung, die viele zu entwurzeln droht, schafft Denkmalpflege Heimat, sie schafft Verbundenheit und Identität. (...). Denkmalpflege öffnet die Augen für das Erbe und das Unverwechselbare unserer Kultur."

 

Johannes Rau 2003